Schluss mit der städtisch finanzierten „akzeptierenden Jugendarbeit“ bei den Erdogan-hörigen Moscheevereinen ATIB, DITIB und „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V.“ (IGMG)!
Graue Wölfe-Vereine verbieten!
Offener Brief an die demokratischen Kräfte im Wuppertaler Stadtrat.
Tischvorlage für die Ratssitzung am 26.1.2026
Während wir diese Presseerklärung schreiben, kämpfen einmal mehr die kurdischen Kämpfer*innen in Rojava um ihr Überleben. Die kurdischen Milizen, die zusammen mit der US Air Force die Mörder des Islamischen Staates vertreiben konnten, werden in diesen Stunden erneut existenziell von den islamistischen Banden der HTS-Übergangsregierung mit Unterstützung des Erdogan-Regimes angegriffen. Hunderte von gefangenen IS-Kämpfern wurden freigelassen. Die Stadt Kobane ist von allen Seitenumstellt, es drohen Massaker an der kurdischen Zivilbevölkerung. Was die Flucht von hochmotivierten IS-Gefangenen auch für uns in Deutschland bedeutet, brauchen wir nach den islamistisch motivierten Anschlägen in Solingen und in anderen Städten nicht ausführen.
Davon vollkommen unbeeindruckt geht die städtische Alimentierung von islamistischen Strukturen, deren Spitzenfunktionäre der Muslimbruderschaft nahestehen und die Hamas-Mörder regelmäßig verteidigen, ungestört weiter!
Ein weiterer Höhepunkt dieser Unterstützung ist das neuste Projekt des „Kommunalen Integrationszentrums Wuppertal.“ Sie veranstalten eine „Qualifizierungsreihe für junge Ehrenamtliche“, deren Workshops auch in den Räumlichkeiten von DITIB Elberfeld, der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e. V.“ (IGMG) und bei ATIB stattfinden (Siehe Sharepic)
Am 25.1.2026 finanzierte die Stadt bei der DITIB Elberfeld den Workshop „Digital unterwegs – Ehrenamt 2.0“. Bei der IGMG in der Wülfratherstr. 14 b geht es am 29.3.2026 um „Öffentlichkeitsarbeit“. Am 18.4.2026 soll in der ATIB-Moschee in der Wichlinghauserstr. 51 der Workshop „Meinen Verein leiten – Aber wie?“ stattfinden.
Dass die Wuppertaler DITIB- und IGMG-Moscheen von der hiesigen Lokalpolitik unterstützt werden, ist leider keine Neuigkeit. Die Kritikpunkte an DITIB und IGMG sind schon gefühlt tausendmal vorgebracht worden ohne jegliche Reaktion. Sogar die skandalträchtige spezielle Graue-Wölfe-Jugendarbeit des DITIB Imams hatte keine echten politischen Konsequenzen.
https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/ditik-az-kritik-an-wolfsgruss-bei-kindern-in-wuppertal_aid-121279451
https://az-wuppertal.de/2024/12/12/buendnis-gathe-fuer-alle-der-ditib-imam-mit-den-wolfsgruessen-und-den-graue-woelfe-kontakten-ist-weg/
https://ajcgermany.org/system/files/document/AJC-Berlin_DITIB-Broschuere_1.pdf
Aber es schon erstaunlich, dass die Jugendlichen der Erdogan-hörigen Moscheevereine in Pressearbeit und Vereinsrecht jetzt extra mit öffentlichen Geldern geschult werden sollen! Die in diesen Moscheevereinen nachgewiesene Verbreitung von Feindbildern gegen Minoritäten und andere Religionsgemeinschaften, wie beispielsweise gegenüber Jüdinnen*Juden, Armenier*innen, Kurd*innen, Alevit*innen, Ezid*innen, Aramäer*innen u. v. M werden hingegen nicht angegangen.
Besonders dreist und gefährlich ist aber, dass die Graue Wölfe nahe ATIB-Moschee in der Wichlinghauser Straße gefördert wird!
Zur Erinnerung:„Diese Gruppen verübten in den 1960er, 1970er, 1980er und 1990er Jahren in der Türkei zahlreiche, teils paramilitärische Mordanschläge gegen Sozialistinnen und Sozialisten, Gewerkschafter, Studentenanführer, fortschrittliche Lehrkräfte und Wissenschaftler, Journalisten oder kurdische Politikerinnen und Politiker.“
Es waren die Grauen Wölfe, die 1978 beim Pogrom in Maras eine Woche lang in Hamas-Manier Kurd*innen und Alevit*innen abgeschlachtet haben.Weitere Massaker wie in Çorum, Sivas, Gazi, und Ümraniye folgten. Es war ein junger MHP-Anhänger, der 2007 den armenischen Journalisten Hrant Dink auf offener Straße erschoss. Der Täter rief beim Weglaufen: „Ich habe den Ungläubigen erschossen.“Und wir haben auch nicht das Attentat auf Papst Johannes Paul II vergessen. Der Graue Wolf Mehmet Ali Ağca hatte am 13. Mai 1981 in Rom versucht den Papst zu erschießen.
und hier nochmal für Lokalpolitiker*innen zum Nachlesen:
ATIB wird vom Verfassungsschutz der rechtsextrem- nationalistischen Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe) zugerechnet. (https://www.im.nrw/system/files/media/document/file/vsb2023_ulkucucu.pdf)
Aus dem Verfassungsschutzbericht NRW von 2023: „Der Dachverband ATIB hat sich im Jahr 1987 von der ADÜTDF abgespalten, allerdings hat auch dieser sich niemals von der Ülkücü-Ideologie distanziert. Die ATIB orientiert sich dabei an der Türkisch-Islamischen Synthese und ist bemüht, den Bezug zum türkischen Rechtsextremismus – insbesondere in densozialen Medien – nicht offen darzulegen. In der Öffentlichkeit inszeniert sie sich vorwiegend mit integrativen, religiösen und bildungszentrierten Inhalten, um in der Außenwirkung den Eindruck einer professionellen und legalistischen Organisation zu erwecken. Durch die Nähe zu deutschen und türkischen Verbänden und Einrichtungen strebt sie gesellschaftliche Akzeptanz an, um so Einfluss auf den politischen Diskurs ausüben zu können. So ist die ATIB Gründungsmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD) und zudem mit einem Mitglied im Vorstand der ZMD vertreten. Engagement in politischen Gremien und kommunalen Verbänden steht ebenfalls auf der Agenda, um so einen Zugang zu politischen Parteien zu erlangen.“
Vielleicht genügen der Wuppertaler Lokalpolitik diese Hinweise, dass man Graue Wölfe nahe Vereine weder politisch noch finanziell unterstützen sollte.
Kleiner Tip noch für verhinderte OB-Kandidaten: Man muss bei der ATIB auch nicht Wahlkampf machen…
Wir freuen uns jetzt auf eine große Anfrage der demokratischen Kräfte bei der nächsten Stadtratssitzung.
Und wir hoffen, dass die demokratischen Kräfte wenigstens den Workshop „Meinen Verein leiten – Aber wie?“, der am 18.4.2026 in der ATIB-Moschee stattfinden soll, noch verhindern können.
Gegen Islamisten und Faschisten!
Rojava verteidigen!
Bündnis „Gathe für alle!“ (26.1.2026)
