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(Anti-)Repression 1. Mai Anti-Knast Antifaschismus Antikapitalismus & Globalisierung Antimilitarismus & Krieg Antirassismus & Migration AZ bleibt an der Gathe Feminismus & Gender & Queer Freiräume Ökologie Recht auf Stadt Soziale Kämpfe Technologie Weltweit Wuppertal

Das war der 40. autonome 1. Mai in Wuppertal

Der Autonome 1. Mai in Wuppertal startete viel zu früh um 9:30 beim DGB. Dort wurde auf der Demonstration ein lauter und antiautoritärer Block gebildet, aus dem antifaschistische, anarchistische und kommunistische Parolen gerufen wurden. Auf Transparenten wurde „Lifestyle Teilzeit für Alle!“, „Antifaschismus verteidigen“ und „Free all antifas“ gefordert.
Die Demo zog zum Laurentiusplatz, einige Autonome waren jedoch noch nicht fertig mit demonstrieren und so zog eine kleine Sponti direkt weiter durch das Luisenviertel und bis zum Schusterplatz auf den Ölberg. Untermalt wurden die Forderungen mit buntem Rauch und kämpferischen Parolen für den Erhalt des AZ, gegen den sozialen Angriff und für ein besseres Leben für Alle.
Anwohner*innen erzählten später, sie seien kurz danach eine halbe Stunde von Schweinen festgehalten worden.

Um 13 Uhr startete auf der Trasse am Mirker Bahnhof das Autonome Radrennen mit einem glitzernden Startschuss um 13:12h.
Motiviert und kämpferisch radelten einige Autonome in Richtung des Ottenbrucher Bahnhofs. Manche hatten jedoch ihr Fahrrad vergessen und liefen als Demozug mit Transparenten wie „40. Autonomer 1. Mai Wuppertal“ über die Trasse. Zur allgemeinen Freude hingen an diversen Orten weitere Transparente, „Hände weg von unseren sozialen Errungenschaften!“, „Merz leck Eier!“, und „Wir sterben nicht für Deutschland“ wurde darauf gefordert und mit buntem Rauch in Szene gesetzt.

Über die ganze Trasse und bis zum Ottenbrucher Bahnhof hörte man laut „Trasse frei, für den 1. Mai“, „Amore Anarchia Autonomia“ und viele weitere Parolen.
Am Ottenbrucher wurde sich dann Limonade gegönnt und ein Päuschen eingelegt. Passend dazu hing auch dort ein Transparent: „Wir haben 8 Std erkämpft, wir werden 4 Std erkämpfen“

Schon ab 14:30 sammelte sich nach und nach die Nachbar*innenschaft des Ölbergs und weitere Interessierte auf dem Schusterplatz um das traditionelle 1. Mai Schusterplatzfest zu feiern. Dabei gab es leckeren Nudelsalat, Pommes und Focaccia von der AZ-KüfA (Küche für Alle) und der Talküche, eine Torwand, Dekoration in den Bäumen und diverse Stände mit Infos und Spaß, wie die vom Bündnis 8. März, dem Inside Out, den Studis gegen Rechts, Tacheles e.V. und einem weiteren.
Das Schusterplatzfest wurde zum Diskutieren und zum Austausch genutzt. Es ging um den stattfindenden Klassenkampf von oben, wie wir uns wehren können und um antifaschistische, feministische, queere, antiableistische und weitere Initiativen. Gegen Patriarchat, Staat, Kapital und für das gute Leben für alle Menschen!
Begleitet wurde der Aufbau von Musik mit Pauken und Trompeten.
Danach spielte ein Straßenpunk beste autonome Klassiker der 80er und 90er, im Wechsel mit Redebeiträgen. In denen ging es unter anderem um einige Faschist*innen im Tal, um die Angeklagten im sogenannten Budapest-Verfahren, das momentan in Düsseldorf stattfindet und von denen Paula bei uns in Wuppertal sitzt, um Kritik an KI, den sozialen Angriff, Feminismus und den Solinger Brandanschlag 2024,
Auch der Schwarz-Rote Chor hat uns mit schönen Liedern besungen, während zeitweise versucht wurde, diese mit Lautsprecherdurchsagen der Cops zu untermalen. diese erhielten jedoch von den Festbesucher*innen keinerlei Aufmerksamkeit und waren auch nicht zu verstehen, weil hiefür viel zu fröhlich und energisch gesungen wurde. Zudem war die aufgebaute Drohkulisse mit Helmen und Schlagstöcken auf einem Spielplatz und das mackerige Heumstehen vor jedem Zugang vollkommen unnötig. Jede*r auf dem Ölberg weiß, dass dieses Fest seit Jahrzehnten ohne Zwischenfälle stattfindet. Gemeinsam, solidarisch und kämpferisch.
Der Chor schmetterte „A las Barricadas“, „Bread and Roses“, „Gesetzestreue lohnt sich nicht“, „Tout le monde deteste la police“, „An Rhein und Ruhr“ und viele weitere schöne Lieder.
Auf dem Otto-Böhne-Platz konnte zudem eine Ausstellung mit Plakaten aus den letzten 40 Jahren Autonomer 1. Mai besucht werden. Auch hier wurde Musik gespielt und es kamen Menschen zusammen, die sich austauschen konnten.

Anschließend besuchten Menschen noch Paula in Ronsdorf, die aktuell dort in U-Haft sitzt, schickten ihr Grüße und spielten Musik für sie und die anderen Gefangenen.

Obwohl der Spruch aktuell auf nahezu jeder Demo zu sehen ist und somit fast schon als Kulturgut anzusehen ist, hat ein Cop scheinbar eine Anzeige wegen eines Schildes mit der Aufschrift „mrz lck eier“ angefertigt.

Es war ein Tag voller fröhlicher Gesichter trotz ernsten Anliegens. Denn uns werden immer mehr Rechte genommen, die wir erkämpft haben. Der 8-Stunden-Tag ist für Viele schon lange keine Realität mehr. Der Mindestlohn wird häufig ausgehöhlt und ist sowieso viel zu wenig. Alles wird immer teurer, weil sich einige Wenige die Taschen vollstopfen und den Hals nicht vollkriegen. Sie haben jetzt schon viel mehr Geld als sie und ihre Enkel*innen und Urenkel*innen ausgeben könnten, während Andere auf der Straße leben müssen oder nicht wissen, wie sie ihren Einkauf bezahlen sollen. Deswegen müssen wir uns ermächtigen und uns wieder holen was uns zusteht! Die Produktion steigt und steigt und die Menschen haben gar nichts davon. So soll es nicht weiter gehen. Wir haben genug von dem Bullshit von SPD und CDU! Wir wollen Lifestyle Teilzeit für Alle, Work-Life-Balance und eine gute Krankenversorgung. Fuck Teilzeitkrankschreibung und fuck Kürzungen in Sozial- und Gesundheitsbereichen. Fuck Abschiebungen und fuck AFD! Nieder mit der Nazipest!

Während der 1. Mai in der Mehrheitsgesellschaft oft nur als Tag der Arbeiter*innenschaft gesehen wird, ist der 1. Mai auch ein anarchistischer Tag. Der Ursprung liegt in der Haymarket-Affäre 1886. Dort riefen Arbeiter*innen zu Generalstreiks und Protesten zur Durchsetzung des 8 Stunden Tages auf. Nach blutigen Auseinandersetzungen mit den Cops wurden acht Anarchisten, die Kundgebungen organisiert und Reden gehalten hatten, angeklagt. Vier wurden gehängt, einer begang Suizid und die anderen drei wurden später begnadigt. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeiter*innen, der Anarchist*innen und des Klassenkampfes! Macht kaputt, was euch kaputt macht!
Alerta!

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Heraus zum 40. autonomen 1. Mai in Wuppertal!

09:30 DGB-Demo am Hbf
13:00 autonomes Radrennen – Mirker Bahnhof
15:00 Straßenfest auf dem Schusterplatz

Der 1. Mai ist mehr als nur ein Feiertag, er ist ein Tag des Widerstands. Seit 40 Jahren gehen wir zusammen in Wuppertal autonom und revolutionär auf die Straße. Gegen ein System, das Profite über Menschen stellt. Am 1. Mai geht es uns um Solidarität in kollektiven Kämpfen und um Widerständigkeit gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem und seine Repräsentant*innen.
Während Konzerne Rekordgewinne einfahren und die Reichen immer reicher werden, bestimmt Leistungsdruck und Unsicherheit das Leben der meisten Menschen. Rechte Akteur*innen verschieben und bestimmen immer weiter den Diskurs, während linker Widerstand immer krasser kriminalisiert wird.

Durch den ständig angebrachten Paragraphen 129 des Strafgesetzbuches werden Antifaschist*innen systematisch verfolgt, observiert, eingesperrt oder sogar ins autoritär regierte Ungarn ausgeliefert. Unsere Häuser und Wohnungen werden durchsucht und uns nahestehende Personen werden unter Druck gesetzt und ebenfalls mit staatlicher Repression überzogen. Dieser Paragraph und das damit einhergehende Narrativ der „kriminellen Vereinigung“ gibt den Behörden weitreichende Befugnisse. Zu Verurteilungen kommt es aber kaum. Der Paragraph 129 ist ein Instrument staatlicher Willkür und der Vorwurf der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ kann am Ende uns alle treffen. Alle, die sich dem aufziehenden Faschismus entgegenstellen.

Doch auch an anderen Stellen nehmen staatliche Eingriffe durch Überwachung und Repression weiter zu. Zum Beispiel durch Palantir, ein Tech-Konzern, der Unterdrückung, Krieg und Überwachung immer effizienter macht und der eng mit westlichen Geheimdiensten und Militärs zusammenarbeitet. Seit 2017 arbeiten auch schon einzelne Landespolizeien mit der Palantir-Software und seit 2020 auch NRW. Das ist so gefährlich, weil dabei riesige Datensammlungen mit Überwachung und KI-gestützter Auswertung miteinander verknüpft werden. Und genau das macht staatliche Repression gegen Migrant*innen, politische Bewegungen und soziale Kämpfe noch einfacher.

Nachdem Innenminister Dobrindt angekündigt hat „Linksextremisten“ und Klimaaktivist*innen verstärkt überwachen zu wollen, ließ er schließlich Ende 2025 zwei Gesetzesentwürfe verabschieden, die es dem BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), dem BKA und der Bundespolizei erlauben mithilfe einer biometrischen Gesichtserkennungssoftware riesige Datenmengen an Fotos im Internet ohne Anlass zu durchsuchen und in Datenbanken mit Gesichtern abzulegen. Das alles wird mal wieder durch den Vorwand der „inneren Sicherheit“ begründet. Durch solche Technologien entstehen immer intransparentere staatliche Überwachungsstrukturen und Befugnisse.

Lasst uns zusammen kämpfen gegen den Ausbau dieses autoritären Sicherheitsstaats.

Der 1. Mai ist aufgrund seiner Historie ein Anlass unsere Wut auf die Straße zu tragen und ein bedeutendes und wiederkehrendes Ereignis autonomer Militanz. Bereits seit 40 Jahren kämpfen wir als Autonome auch in Wuppertal an diesem Tag für Selbstverwaltung, Widerspenstigkeit und Solidarität! Angesichts des Flächenbrandes aus autoritärer Formierung auf der ganzen Welt, Rassismus, Hetze und Sanktionen gegen Armutsbetroffene, soziale Kälte, Militarismus, der Angriff auf Rojava und viele andere Themen zeigen, ist es umso wichtiger, dass wir weiterhin auf die Straße gehen!

Für ein selbstbestimmtes Leben ohne Zwang zur Lohnarbeit.
Für kollektiven Zusammenhalt gegen Rassismus, Kapitalismus, Patriarchat und die Cops.
Für Freiräume, die nicht verwertet werden können.
Für ein AZ, das an der Gathe bleibt.

Auf die Brände überall reagieren wir mit kollaborativen Widerstand, organisieren uns, bleiben trotzig und unbeugsam. Unsere Zukunft lassen wir uns nicht durch einen immer autoritärer agierenden Staat nicht nehmen.

Antifaschismus verteidigen!
Free all Antifas! FREE MAJA!


Veranstaltungen vor den Autonomen 1.Mai 2026

22.4.2026 – 20 Uhr – AZ Wuppertal
Vortrag
Kritik an KI

29.4.2026 – 20 Uhr – AZ Wuppertal
Diskussionsveranstaltung
Soziale Kämpfe in der aufkommenden Faschisierung

Der 1.Mai steht von Anfang an für den offensiven Kampf der unterdrückten Klassen gegen sozialen Angriffe. Um so interessanter ist es, dass in Zeiten, in denen es von Angriffen auf migrantisierte Menschen, Erwerbslose und Arbeiter*innen nur so wimmelt, wir als radikale Bewegung kaum etwas dazu sagen können. Vielleicht können wir das mit der Veranstaltung gemeinsam ein bisschen ändern.

Der Input wird der Frage nachgehen, wie die weitgehend unbeantworteten sozialen Angriffe den rechten, autoritären Kräften weiter Aufschwung geben. Durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die dadurch erneut hervorgerufenen Energiekrise wird sich die wirtschaftliche Lage weltweit zum Teil dramatisch zuspitzen, aber es wird auch lokale Auswirkung geben.

Es ist in der jetzigen Situation zu befürchten, dass die Rechten von dieser Situation sehr profitieren. Sowohl in der Regierung, mit dem leichten Durchsetzten von autoritären, unsozialen Maßnahmen (CDU/CSU zum Teil auch SPD), als auch in der (noch) Opposition, ist es sehr leicht für die AfD, eine sich andeutende Wirtschaftskrise und die damit einhergehende soziale Krise mit Rassismus aufzuladen und weiter zu wachsen.

Die hauptsächliche Frage, die wir nach einen Input gemeinsam diskutieren wollen ist: Wie kommen wir als undogmatische Zusammenhänge, vielleicht noch in die Startlöcher um bei den kommenden Veränderungen ordentlich mit zu mischen? Das wäre allein aus antifaschistischer Sicht schlicht notwendig! Hinzu kommt, dass wir unsere sehr reichhaltigen spezifischen Erfahrungen und Fähigkeiten, sowohl theoretisch-inhaltlicher als auch sehr variantenreicher praktischer Natur, den anstehenden Kämpfen nicht vorenthalten sollten.

https://autonomer1mai.noblogs.org

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Antikapitalismus & Globalisierung Antirassismus & Migration Feminismus & Gender & Queer Termine Weltweit Wuppertal

Heraus zum feministischen Kampftag 2026!

Die Welt brennt.
Wir ersticken an Nachrichten aus Katastrophen, wir erleben auf der ganzen Welt, wie uns die Selbstbestimmung über unsere Körper, unser Begehren und unser Zusammenleben abgesprochen wird. Wir sehen fast täglich Bilder davon, wie Staaten mit extremer Gewalt darauf reagieren, wenn Menschen sich selbst bestimmen wollen. Wir verfolgen mit Sorge, wie auch hierzulande der Staat den Abbau von Sozialleistungen im Eiltempo vorantreibt und die Lebensbedingungen für die Mehrheit von uns verschlechtert. Dies befördert das Erstarken der extremen Rechten und verstärkt die Existenzängste um ein Vielfaches. Während über die Hälfte der Bevölkerung immer weniger zum Leben hat, häufen die Überreichen ein Vermögen an und wie der alte Adel haben sie nicht nur Geld, sondern auch Macht: Sie prägen politische Entscheidungen, indem Gelder in Milliardenhöhe in Lobbyarbeit fließen, welche die Interessen der Reichen und Mächtigen schützt. Wir erleben mehr Kapitalismus – also mehr für die Besitzenden und noch weniger für diejenigen, die ohnehin kaum etwas haben. Aber wir kämpfen weiter für unser Recht auf Streik und Arbeitskämpfe, für faire Bezahlung und eine Wirtschaft, die sich nicht nur an den Bedürfnissen der Reichen orientiert. Für eine gute Gesundheitsversorgung für alle, ohne Profite, Zwei-Klassen-System und für das Recht, krank sein zu dürfen! Wir kämpfen für das Recht auf finanzielle Absicherung, auch ohne Lohnarbeit und für die Abschaffung vom Asylbewerberleistungsgesetzes. Für gesicherte Pflege und soziale Berufe, die nicht nach Profit und Effizienzlogik funktionieren!
Wir kämpfen für die Care Revolution!

Wer vertritt unsere Interessen – Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!

Die Bundesregierung beendet den Aktionsplan für Vielfalt und lässt Queers im Stich, aber hat Milliarden für Militarisierung. Während es für Frauen*häuser keine Gelder gibt, macht Elon Musk mit DeepFakes von sexualisierter Gewalt Milliarden. Die Profite der Reichen und Herrschenden werden vor allem über die Ausbeutung von FLINTA* erzielt, die in unserer Klassengesellschaft im besonderen Maße unterbezahlte und unbezahlte Care-Arbeit übernehmen und in schlecht bezahlten Jobs mit geringer Arbeitsplatzsicherheit und schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.
Erst ihre Ausbeutung ermöglicht das Aufrechterhalten hierarchisch organisierter Klassen und die Macht der Reichen. Wir erleben mehrfache Ausbeutung durch Lohnarbeit, Patriarchat und rassistische Strukturen. Geld ist da – bloß nicht für uns. Ob durch gerechte Steuern, durch Selbstbestimmung der Arbeiter*innen statt Macht der Aktionär*innen oder Enteignung: Umverteilung jetzt! Durch Klassenkampf und Streiks! Patriarchale Befreiungskämpfe müssen dabei im Zentrum des Klassenkampfes stehen, denn wenn FLINTA* nicht mehr tragen, trägt das System nicht.

Gemeinsam kämpfen, Solidarität im Hier und Jetzt!

Wir weigern uns, uns an Ausbeutung und Gewalt durch Polizei, Staat und Patriarchat zu gewöhnen. Wir wollen Veränderungen, jetzt, nicht irgendwann. Wir fassen Mut das Bestehende zu hinterfragen und der Vereinzelung und dem Frust eine Perspektive entgegenzusetzen. Für eine gute und lebenswerte Zukunft für Alle! Wir schaffen uns die Räume, die wir brauchen: Für queere Chöre und Sportgruppen für alle Körper, für Organisation gegen die rassistischen Bezahlkarten, Planung für Demos, Workshops und Skill Shares, …
Diese Räume gestalten wir selbst, gleichberechtigt und ohne Konsumzwang. Sie sind unsere Safer Spaces, in denen wir uns von täglichen Beleidigungen, abwertenden Sprüchen, Übergriffen und Gewalt erholen können und füreinander da sind. Durch gemeinsame Behördengänge oder Teilen von Eigentum wie Kleidung und Essen sind wir auch im Alltag füreinander da.

Unser Ziel ist die Beseitigung aller bestehenden Herrschaftsverhältnisse und die Befreiung aller Menschen unabhängig von Gender, Klasse, Race und Körper!

Wir kämpfen für eine Gesellschaft fernab von Unterdrückung und Ausbeutung und lassen uns, die wir alle von Lohnarbeit und Klassen-Politik der Kapitalist*innen abhängig und benachteiligt sind, nicht spalten! Patriarchale Strukturen verschwinden nicht, wenn wir marginalisierte Gruppen bekämpfen. Sie verschwinden, wenn wir Machtstrukturen bekämpfen.
Auf die Hetze der Herrschenden antworten wir mit Wut und Solidarität, die über nationale Grenzen hinausgeht!

Wir bilden Banden und treten nach oben! Don‘t give up – get organized!

Samstag 07.03. – 18:00 Uhr – Laurentiusplatz
Nachttanz-Demo zum Feministischen Kampftag 2026! Burn the rich before they burn everything!
Wir wollen uns frei, wir wollen uns lebend!

→ @buendnis_8.maerz_wuppertal

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Antifaschismus AZ bleibt an der Gathe Weltweit

Bündnis „Gathe für alle!“: Wie weiter mit dem umstrittenen DITIB-Moschee-Neubau an der Gathe?

Das Bündnis „Gathe für alle“ möchte vor der richtungsweisenden
Kommunalwahl am 14. September 2025 zur öffentlichen Debatte für den 3.September 2025 19:00 Uhr in die Alte Feuerwache in betroffenen Stadtteil einladen!

Wir sind sehr erfreut, dass wir für unsere, nunmehr dritte
Stadtteilveranstaltung, mit Murat Kayman und Erol Ünal, zwei
hochkarätige Referenten und gleichzeitige Insider der DITIB und der MHP-Moscheevereine für die Diskussion gewinnen konnten. Gerade nach dem sog. Graue Wölfe-Gruß-Skandal in der DITIB-Moschee gilt es noch einiges aufzuarbeiten.

Wie wir schon geahnt haben, sind der DITIB-Vorstand und die lokalen Befürworter*innen der DITIB-Moschee aus CDU, SPD und Grünen nicht bereit, vor der Kommunalwahl an einem öffentlichen Dialog teilzunehmen. (Die netten Lokalpolitiker*innen unter ihnen haben natürlich nur ein Zeitproblem.)

Die Argumente der Erdogans-Fans kann man sich übrigens noch im Rats-TV vom 06.03.23 ab ca. 02:15:00 anschauen.
https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/verwaltung/politik/ratstv.php)

Noch ein Wort zum sog. Dialogbeirat unter der Leitung von Herrn Köster und den örtlichen DITIB-Unterstützer*innen

Wir finden es nicht zielführend, dass dieses Gremium, dass eigenlich den öffentlichen Dialog im Stadtteil auch mit den DITIB-Moschee-Gegner*innen organisieren soll, vor der Kommunalwahl garnichts mehr diskutieren will. Das ist deswegen besonders merkwürdig, weil Wahlen bekanntlich in einem repräsentativen System eine gewisse Relevanz haben sollten.


Anders formuliert, wer den Bau einer DITIB-Moschee unterstützt, sollte vor Kommunalwahlen schon ein paar (öffentliche) Argumente für seinen politischen Kurs parat haben. Und man könnte als Lokalpolitiker*innen auch erkennen, dass sich nach dem islamistischem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 sich einiges geändert hat und sich daher auch manche Ratsbeschlüsse verändern könnten.


Und es reicht eben nicht nicht aus, dass die ahnungslose CDU in ihrem Kommunalwahlprogramm lapidar formuliert, „sie unterstütze den Moscheebau nur weiterhin, „wenn Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde ausbleibt““ (Quelle WZ vom 30.6.2025)

Wer die organisierte Verbindung der lokalen DITIB-Gemeinde mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet und dem Erdogans Regime nicht erfassen will oder kann, sollte sich vielleicht nicht um ein öffentliches Amt in einer Großstadt bewerben.

Und leider ist es ja so, dass uns die Argumente nicht ausgehen.
Ganz aktuell greift Diayanet (wieder einmal) Frauenrechte an, in einer Freitagspredigt wurden die Frauen in der Türkei aufgefordert, sich zu verhüllen, was sofort Frauenproteste auslöste.

Und vor drei Tagen aktualisiert Ali Erbas, der Chef der DITIB-Moscheen auch in Deutschland, seine unverbrüchliche Freundschaft mit den islamistischen Mördern der Hamas: Zusammen mit Ali Qaradaghi, dem Chef der in Katar ansässigen Internationalen Union muslimischer Gelehrter (IUMS), rief er im Anschluss an die sogenannte Gaza-Konferenz in Istanbul die Gläubigen dazu auf, „die Ummah (islamische Gemeinschaft) für alle Formen des Dschihad auf dem Wege Allahs zir bekräftigen mit Nachdruck, dass das palästinensische Volk alle legitimen Widerstandsformen gegen die zionistische Besatzung hat,
einschließlich des bewaffneten Widerstands.“
(nach Eren Güvercin. Quelle: https://www.yenisafak.com/gundem/istanbulda-tarihi-bulusma-islam-alimleri-ayasofyadan-dunyaya-sesleniyor-4743888)

Eindeutiger geht es eigentlich nicht. Aber wer AKP-, MHP- und Anhänger der Muslimbruderschaften in den eigenen Parteien duldet, wie wir schon verschiedentlich nachgewiesen haben, ist vielleicht schon abgestumpft.
(https://az-wuppertal.de/…/buendnis-gathe-fuer-alle-der…/)

Aber wir geben die Hoffnung auf Erkenntnis nicht auf und laden
insbesondere die Menschen aus den benachbarten Stadtteilen zur
Veranstaltung ein!

Bündnis „Gathe für alle!“

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Heraus zum Autonomen 1. Mai in Wuppertal!

Der autoritären Entwicklung entgegentreten, Autonomes Zentrum 2025 verteidigen!

Rambozambo überall!

10:00 Uhr auf zur DGB Demo! Gemeinsam gegen die sozialen Angriffe! Enteignen wir die Enteigner! Alles für alle! Alle zusammen gegen den Faschismus! AZ bleibt an der Gathe!

14 Uhr Autonomes Straßenfest auf dem Schusterplatz

15:30 Uhr Autonomes Radrennen Startpunkt Otto-Böhne Platz

17:00 Uhr „Straße frei für den 1. Mai!“ Start des autonomen Sternmarsches zum AZ – Wir starten mit „Blitzdemos“ von 10 verschiedenen Orten (siehe unten)

Krasse Zeiten. AZ jetzt erst recht!

An die DITIB und ihre Freund*innen: 15 Meter nach links sind das Mindeste!

In dieser mit Sicherheit historischen Phase kämpfen wir in Wuppertal mit aller Kraft für das Autonome Zentrum an der Gathe! Dieses Zentrum ist unser Bollwerk, unsere Brandmauer, unsere Firewall gegen den Faschismus, gegen die sich autoritär formierende Demokratie, die ihre liberale Phase möglicherweise gerade hinter sich lässt. Die selbst ernannte Mitte hetzt und handelt massiv rassistisch gegen Geflüchtete. Die CDU unter Merz sichert sich mit Hilfe der AfD nicht nur Mehrheiten, sie hat sich auch inhaltlich massiv angenähert. Auch SPD und Grüne ziehen (abgestimmt auf ihre jeweilige Wähler*innenklientel) bei der Hetze immer mit und unternehmen keinerlei ernsthafte Anstrengungen die AfD zu stoppen. Den „Liberalen“, den „Konservativen“ der „Bürgerlichen Mitte“ ist ihre Demokratie offensichtlich nichts wert oder sie sind zu dumm und zu naiv, um zu erkennen, dass auch ihre Stunde geschlagen hat. Das heißt uns auf härter werdende Zeiten einzustellen. Die Kohle, die die Herrschenden jetzt locker machen werden, wird nur wenig den Teilen der Bevölkerung zu gute kommen, die eine Erleichterung ihres Lebens dringend nötig hätten. Das Leben in unserem Viertel wird weiter hart bleiben und Geflüchteten und Erwerbslosen wird weiter zu Leibe gerückt. Menschen mit internationaler Geschichte werden heftig unter Druck gesetzt. Es ist also deutlicher denn je: Auf den Staat dürfen wir uns nicht verlassen! Im Gegenteil, es gilt sich so unabhängig wie möglich aufzustellen! Wir müssen beginnen, unsere Viertel vor den uniformierten Banden der Polizei zu schützen. Die Faschist:innen, Rechten und Rassist:innen dürfen nicht weiter an Boden gewinnen. Wir müssen Wege finden, sie zurückzudrängen, wo sie bereits massiv ihr Gift verbreiten. Das gilt nicht nur für Strukturen, die völkisch deutsch sind, sondern, auch für alle anderen rechten, faschistischen Kräfte, wie die Grauen Wölfe oder den verlängerten Arm des Diktators Erdoğan, die DITIB. Sie sind eine sehr ernsthafte Gefahr für alle, die nicht in ihr auch islamistisches Weltbild passen. Nur trifft es hier halt weniger die Mehrheitsbevölkerung, weshalb Grüne, SPD und CDU weiter fröhlich den Bau des sogenannten Islamischen Zentrums der DITIB forcieren. UND dieses Projekt SOGAR NOCH ALS liberales Integrationsprojekt ausgeben, dass das AZ nach dem Willen der DITIB vertreiben soll.

Dabei geht es der DITIB nicht ums Beten, nicht um Religion, nicht um die Menschen an der Gathe , die nicht selten unsere Nachbar*innen und Freund*innen sind, es geht ihnen um ein Symbol der Macht. Zusammen mit der Stadt Wuppertal geht es ihnen um eine Aufwertung der Gathe im kapitalistischen Sinne und das heißt für alle Leute mit nicht viel Kohle immer Verdrängung!

Wir rufen alle (!) Menschen auf, ob „gemäßigt“ oder „radikal“ ,“politisch“ oder „subkulturell“, denen etwas an dem lebendigen Leben in unseren Vierteln liegt, die der weiteren Verschärfung der Hetze, der Militarisierung, nicht tatenlos und erstarrt zusehen wollen und können, das AZ auch als ihres zu begreifen, denn es ist als Ort des Widerstandes für die kommenden Kämpfe im Tal und auch darüber hinaus unverzichtbar.

Kollaps, Flucht, Vertreibung – Solidarität! Darum: Autonomes Zentrum!

Nehmen wir die weltweite Ungleichheit, die durch die Klimakrise auf die Spitze getrieben wird. Es gibt immer mehr Regionen auf der Welt, die unbewohnbar sind; weitere werden folgen. Die ökologische Katastrophe ist im vollen Gange und wird unweigerlich dazu führen, dass viele Menschen ihr Zuhause verlassen müssen. Auch hier wird die Militarisierung zuschlagen. Derzeit scheinen sehr große Teile der hiesigen Bevölkerung das grausame Verrecken an den EU-Außengrenzen für akzeptabel zu halten. Konsens ist: Es sollen keine Menschen mehr kommen. Dieser Menschenfeindlichkeit gilt es weiter entgegenzutreten. Lasst uns mindestens unsere Viertel zu Orten der wirklichen Willkommenskultur machen und die vorhandenen Orte des menschlichen Miteinanders (statt Gegeneinanders!) weiter stärken. Der Verlust an Diversität, die Aufheizung des Klimas, das belastete Essen durch die industrielle Landwirtschaft machen spürbar: der Kollaps läuft! Und wir brauchen eigentlich noch mehr Orte, wie das AZ für die
Organisierung von alltäglicher Solidarität und Widerstand!

Autoritarismus, Faschismus, Militarisierung – Widerstand! Darum: Autonomes Zentrum!

Es geht gerade weltweit richtig ab! Bei der Wahl im Februar haben rechte, autoritäre rassistische und faschistische Parteien eine klare Mehrheit bekommen. Bei der jetzt ziemlich sicher mitregierenden SPD ist klar, dass sie alle Schweinereien mitmacht und mit ein paar sozialen Zugeständnissen die Arbeitenden weiter im Boot halten soll.

In den USA bauen Trump und sein Techmilliardär/Faschist Musk in atemberaubender Geschwindigkeit den liberalen kapitalistischen Staat autoritär um und drehen die weltweite Politik weiter auf verschärfte Konkurrenz und Konfrontation. Die USA und China befinden sich in einem immer härteren Kräftemessen um die weltweite Herrschaft. Andere Player, wie Russland oder die EU, wollen bei dem Spiel der Großen nicht fehlen. Russland, das unter dem Diktator Putin wirtschaftlich längst nicht so stark ist wie die EU, setzt auf massive militärische Aggression, um seine Großmachtinteressen durchzusetzen. Deshalb tobt seit über drei Jahren ein grausamer Krieg in der Ukraine. Die EU, allen voran Deutschland, die eine unglaubliche ökonomische Macht besitzt, wird nun in einer Schwindel erregenden Weise aufrüsten, um auf die Höhe der neuen imperialen Zeit zu kommen.

Diese Aufrüstung wird uns nicht vor einem wild gewordenen Imperialisten wie Putin schützen. Wenn wir als Gesellschaft kriegsfähig gemacht werden sollen, wird das die Faschist:innen weiter stärken. Denn das Mindset von Krieger*innen ist nicht nur latent faschistisch. Es wäre ein großer Fehler unsere Rettung in einem aufgerüsteten und kriegsbereiten, liberalen Deutschland oder Europa zu sehen. Schon alleine, weil dieses Deutschland oder Europa dann mit Sicherheit nicht mal mehr ein liberales sein wird. Unsere Aufgabe ist es, das patriarchale Freund-Feind-Schema zu durchbrechen und unsere Leute auf allen Seiten der Fronten zu suchen und zu finden. Krieg blockieren und sabotieren, vor allem in den Herzen und Köpfen!

Den sozialen, militaristischen und patriarchalen Angriffen gilt es möglichst breit und dennoch militant solidarisch zu begegnen. Keinen Zentimeter dürfen wir ihnen freiwillig weichen!

Also, verteidigen wir das Autonome Zentrum an der Gathe. Drängen wir den Machtanspruch der DITIB zurück. Es geht ans EINGEMACHTE!

Denn es regt sich weltweit Widerstand.Wenn in den USA und anderswo Tesla Verkaufsstellen zu Orten des Protestes werden, wenn in der Türkei seit Wochen trotz Demonstrationsverbot gegen die Erdoğan-Diktatur protestiert wird, wenn in Gaza Menschen gegen die Herrschaft der Hamas aufbegehren, wenn in Israel trotz massiver Kriegspropaganda gegen das Netanjahu-Regime demonstriert wird, dann ist überall Widerstand möglich. Es war schön und könnte ein Anfang gewesen sein, dass Hunderttausende gegen Merz und AfD auf der Straße waren. Dadurch haben wir gemerkt, dass unsere Aktionen und unsere Kritik lauter, ausdauernder, grundlegender und intensiver werden muss! Wir haben genug Wut, Kraft, Mut und Hoffnung für einen langen und schweren Kampf, das versprechen wir uns und allen anderen.

Niemals auf der Seite der Herrschaft! Die soziale Revolution immer im Kopf und im Herzen!

Wir grüßen alle Freund*innen, Genossen*innen und Kompliz*innen in den Knästen und im Untergrund! Viel Kraft und Glück euch allen!

Aktionsplan 2025

„Alle zusammen gegen den Faschismus!“
Heraus zum 1. Mai 2025 in Wuppertal!

Wir beteiligen uns um 10:00 Uhr am HbF unter der Parole „Alle zusammen gegen den Faschismus!“ an der DGB-Demo und um 14:00 Uhr am traditionellen Straßenfest am Schusterplatz.
Um 15:30 Uhr beginnt am Otto Böhne Platz das traditionsreiche Autonome Radrennen. Dort starten die schnellsten AZ-Radler*innen in den schicksten Trikots zu einem wie immer anspruchsvollen Rundkurs rund um den Ölberg. Im Anschluss schließen wir uns den traditionellen Autonomen 1. Mai Demos an.

Nach den unerfreulichen Begegnungen mit der Bereitschaftspolizei im letzten Jahr, die unseren Demozug wiederholt stoppen wollte, gibt es für 2025 ein „neues“ Demokonzept, das der „Blitzdemos“. Wir möchten dieses Jahr im Anschluss an das Fahrradrennen einen „Sternmarsch“ mit 10 sog. Blitzdemos zum AZ organisieren. Blitzdemos bedeutet: Wir ziehen in kleinen Gruppen von 10 verschiedenen Ausgangspunkten los, teilen uns auf, wenn es nötig ist und sammeln uns wieder. Das „neue“ Demokonzept stammt aus den 30iger Jahren, als die Preußische Polizei vermehrt linke Demonstrationen auflöste und behinderte, während die Nazis meist freie Hand hatten.

Wir schlagen 10 Startpunkte vor, die wir nach Widerstandskämpfer*innen benennen. Die Fotos dieser Antifaschst*innen werden uns den richtigen Weg weisen. 

(Gut organisierte Kleingruppen können sich natürlich weitere Startpunkte überlegen…) 

1. Maria Runkel Karlsplatz

2. Oswald Laufer Wilhelmstraße / Ecke Hochstraße

3. Elisabeth Kraehkamp Reitbahnstraße / Ecke Hochstraße

4. Hannie Schaft Rolandstraße / Ecke Hochstraße

5. Paula Sauer Franzenstraße / Ecke Hochstraße

6. Otto Böhne Marienstraße / Ecke Hochstraße

7. Hans Schmitz Wülfrather Straße / Ecke Hochstraße

8. Truus Oversteegen Küferstraße / Ecke Hochstraße

9. Freddie Oversteegen Malerstraße / Ecke Hochstraße

10. Else Wupperfeld Wiesenstraße / Ecke Hochstraße

Ab ca. 19:00 Uhr gibt es im AZ eine Siegerehrung mit wertvollen Sachpreisen und die Auflösung des Antifa-Quizes.


Wir sind gespannt!

Straße frei für den 1. Mai!

AZ bleibt an der Gathe!

Firewall gegen Islamismus und Faschismus statt pauschaler Diffamierung von Muslimen
Schluss mit der Unterstützung von DITIB, ATIB und Milli Görüş!
Schluss mit der rassistischen Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen!
Weg mit der Bezahlkarte!
Schluss mit der ekelhaften Hetze gegen Erwerbslose!

https://autonomer1mai.noblogs.org

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Antikapitalismus & Globalisierung AZ bleibt an der Gathe Weltweit

Die aktuellen Geschehnisse in der Türkei und der Bezug zu Wuppertal

DITIB-Aufbau bedeutet Demokratie-Abbau: Was will die SPD?

Seit der Festnahme des Oppositionspolitikers der CHP Ekrem İmamoğlu gehen in der Türkei trotz Verbote Hunderttausende Menschen auf die Straße. Zuletzt nahmen am Samstag mehrere Hundertausende an der der größten Kundgebung seit den Gezi-Protesten 2013 in Istanbul teil. Seit Beginn der überparteilichen Massenproteste wurden mehr als 2000 Menschen festgenommen, darunter auch Journalist:innen und Fotografen.
Die SPD beteuert nun bei Kundgebungen an der Seite der Schwesterpartei CHP zu stehen. Im Tagesspiegel fordert Lars Klingbeil: „Die Freilassung von Ekrem İmamoğlu und allen mit ihm Inhaftierten.“, und sagt, dass „die Abkehr von demokratischen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien vor allem den Menschen in der Türkei schade.“

Die gleiche SPD, die gestern noch den Angriff möchtegernautokratischer, von deepstate-Fantasien besessener Unionspolitiker:innen auf verschiedene NGOs, wie beispielsweise. „Die Omas gegen Rechts“ (wtf!), scharf verurteilte, um schon heute mit der CDU Koalitionsverhandlungen zu führen.
Historisch bedingt erwarten wir nicht allzu viel Rückrat von der ältesten, demokratischen Partei Deutschlands. Wenn die SPD allerdings weiterhin an der Zusammenarbeit mit einer (Nicht-) NGO wie der DITIB festhält, verkommen die von ihren Politiker:innen eifrig vorgetragenen Solidaritätsbekundungen mit der Schwesterpartei CHP endgültig zur Farce. Die DITIB ist der deutsche Ableger der türkischen Religionsbehörde DIYANET und untersteht somit direkt dem autoritären Regime Erdogans, das offensichtlich seit über einem Jahrzehnt beabsichtigt jegliche Form von Opposition in der Türkei zu zerschlagen. Die Grundsteine für die Ausweitung seiner Macht, die Autokratisierung seines Landes und die Sterbehilfe für die Demokratie legt Erdogan genauso in Deutschland, insbesondere dann, wenn die Politik ihn und seine Statthalter gewähren lassen, die Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen weiter läuft und Bauvorhaben der DITIB-Gemeinde, wie hier in Wuppertal, nicht endlich gestoppt werden.

Laut Politikwissenschaftler:innen des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen ist die DITIB Mittelpunkt der Mobilisierung und „wichtigste Quelle von AKP-Unterstützern“ in Deutschland. So seien während der Türkeiwahlen 2023 Wähler:innen organisiert zu den deutschen Wahllokalen gefahren worden und es wurden Versuche dokumentiert Oppositionsanhänger:innen einzuschüchtern. Der Mobilisierungsaufwand, der von AKP-Kreisen betrieben wurde, sei nicht mit dem der Opposition vergleichbar. Zudem wird betont, die AKP hätte in jeder Stadt Vereinsstrukturen und die türkische Regierungspartei könne ihre konservativen, religiösen Wählermilieus in Deutschland damit kontinuierlich erreichen.

Es muss doch klar sein, dass solange die Strukturen, wie die DITIB, die den Rückhalt der AKP-Regierung im Ausland stärken, weiter gefördert werden, wird der Kampf um Rechtsstaatlichkeit in der Türkei sowie die in Deutschland lebenden Kräfte der türkischen Opposition geschwächt und Deutschland macht sich abermals zum Handlanger des türkischen Staates.

Wichtig ist an dieser Stelle: das sich nicht die türkische Comunnity, die keine homogene Gruppe bildet zu positionieren hat, dass tut sie so oder so auf verschiedenste Weise als Teil dieser Gesellschaft, sondern die politischen Akteure wie Parteien, unter deren Mitglieder selbst Teile der türkischen Community vertreten sind. So sollten SPD Funktionär:innen, die Tätigkeit eigener Parteigenossen in den DITIB-Gemeinden, einer Kritik unterziehen und die Bedenken sowie ablehnende Haltung bezüglich einer Zusammenarbeit mit der DITIB-Gemeinde anderer Parteigenoss:innen endlich ernst nehmen.

Dass sich trotz der großen Distanz zu den Kemalisten, sogar verschiedene linke Gruppen und die kurdische Bewegung an den Protesten beteiligen, weist auf die historische Chance hin das unterdrückerische Erdogan-Regime vielleicht endlich zu überwinden. Es bedarf nun mehr als bloßer Worte! Die Zusammenarbeit mit der islamistischen und faschistischen AKP/MHP Regierung, sowie deren Vorfeldorganisationen muss beendet und all ihre Propagandakanäle trockengelegt werden.

Dies bedeutet:
Kein Moscheebau unter Einfluss des autokratischen, türkischen Regimes!
Kein Prestigeprojekt für Erdogan in Wuppertal!
AZ bleibt an der Gathe!

Es grüßt das Bündnis „Gathe für alle“ 1, April 2025

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Antikapitalismus & Globalisierung Antimilitarismus & Krieg Weltweit

Welt-Kobanê-Tag – 10 Jahre Sieg über den Islamischen Staat und seine Unterstützer

Heute, am 1. November 2024 jährt sich der Welt-Kobanê-Tag zum zehnten Mal. Wir gedenken der unzähligen Opfer, die dieser Kampf gekostet hat, aber auch des emanzipativen Aufbruchs und der Aufbauleistungen in der autonomen kurdischen Region in Nordostsyrien.

„Der Widerstand in Kobanê ging über den Kampf gegen den IS hinaus; er war ein großes Symbol für den Kampf der Menschheit gegen die Dunkelheit, für die Entscheidung für Hoffnung statt Verzweiflung und für die Verteidigung grundlegender Werte wie Freiheit, Gleichheit und Koexistenz.“ aus der Erklärung der YPG und YPJ anlässlich des Gedenktages

Am 1. November 2024 jährt sich der Welt-Kobanê-Tag zum zehnten Mal: 2014 gingen weltweit Hunderttausende auf die Straßen, um den mutigen kurdischen Verteidiger:innen der Stadt Kobanê in Nordsyrien ihre Solidarität zu zeigen – im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Ein Kampf, der noch immer nicht beendet ist. Denn wir sehen seit einiger Zeit das erneute Wiedererstarken des IS. Aber genau in Kobanê wurde der IS zum ersten Mal militärisch besiegt – das dürfen wir nie vergessen! Nicht nur der IS wurde bezwungen, sondern auch der mörderische türkische Staat, der den IS voll unterstützte.

Mit dem 10. Welt-Kobanê-Tag gedenken wir der vielen Opfer, die dieser Krieg gefordert hat. Gleichzeitig feiern wir den Aufbruch, der aus diesem Kampf entstanden ist – inspiriert von der kurdischen Frauenbewegung und ihrem kraftvollen Slogan „Jin, Jiyan, Azadî“ (Frau, Leben, Freiheit). Trotz der anhaltenden Angriffe auf die Selbstverwaltungsgebiete in Nordostsyrien (Rojava) wird der schwierige Wiederaufbau weitergeführt.

Kobanê war kein gewöhnlicher Widerstand, und es war auch nicht das Ende des Kampfes. Der Kampf, der in Kobanê seinen Höhepunkt erreichte, geht heute weiter.

Seit dem Nachmittag des 23. Oktober bombardiert die türkische Luftwaffe Städte, Dörfer, wichtige Infrastruktur wie Gas- und Elektrizitätswerke, Gesundheitszentren und viele andere zivile Ziele in Nord- und Ostsyrien, dem Nordirak, den êzidischen Gebieten Şengal und den freien Bergen Kurdistans. Dabei sind zum jetzigen Zeitpunkt allein in Rojava mindestens 12 Menschen getötet und viele verletzt worden! Darunter Frauen und auch Kinder, um die Gesellschaft bewusst in ihrem Herzen zu treffen. Und die Bombardierungen halten bis jetzt an!

Die Angriffe auf die Region verfolgen deutlich das Ziel die Revolution in Rojava zu zerstören und die Menschen aus der Region zu vertreiben. Erdoğan kündigt seit Jahren eine 30 km breite türkische Besatzungszone in Nord- und Ostsyrien an. Die aktuellen Angriffe sind ein weiterer Versuch diese durchzusetzen! Sie haben das Ziel den Kampf der Frauen für Freiheit und Selbstbestimmung zunichte zu machen. Sie zielen darauf ab die Errungenschaften, die fortschrittlichen Ideen und das demokratische Gesellschaftsmodell zu vernichten und ein Leben in der Region unmöglich zu machen. Diese Angriffe richten sich gegen alle Menschen, die für ein friedliches Zusammenleben aller Völker einstehen.

Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass der deutsche Bundeskanzler Scholz sich mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan traf und einen Waffendeal in neuer Größenordnung unterzeichnete. In diesem Angriffskrieg auf die Gesellschaft Kurdistans trägt die deutsche Bundesregierung eine direkte Mitschuld!

Der türkische Staat rechtfertigt seine Angriffe mit der Reaktion und Terrorabwehr nach dem Anschlag in Ankara. Doch diese Angriffe auf zivile Infrastruktur, auf Einrichtungen der Gesundheit und die Energieversorgung sind keine Reaktion und auch keine Terrorabwehr! Das sind kontinuierliche völkerrechtswidrige Angriffe im Krieg gegen die Gesellschaft in Kurdistan! Und sie zeigen die eigentlichen Absichten der Türkei!

Unsere Antwort darauf muss so laut und vielfältig sein wie wir!


Kommt alle zur
Demonstration am 2. November 2024 in Wuppertal

Frauenrevolution in Rojava verteidigen!
Drohnenterror der Türkei stoppen!

14:30 Uhr – Döppersberg, Wuppertal HBF

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(Anti-)Repression Antikapitalismus & Globalisierung Weltweit

Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen 2024

Militärdrohnen schwirren zwischen den Sternen und Wolken. Ein Soldat, der Tausende von Kilometern entfernt ist, sucht nach Zielen, die er töten kann, gefühlsmäßig weit entfernt von dem Leben, das er nimmt. Eine wachsende Gefühllosigkeit gegenüber der gegenwärtigen Brutalität und der staatlichen Propaganda, die sich über unsere Bildschirme verbreitet.  Wasser und das Land sind Objekte, die weiter ausgebeutet werden. Wie die höhlenartige Grube des Kohlebergwerks werden auch wir geleert und ausgehöhlt, um die Kultur der Leere des Kapitals zu erhalten. Empathie, Fürsorge und Liebe, die unsere Gemeinschaften zusammenhalten, werden angegriffen, für eines individualisierten Lebens im Kapitalismus, wo jeder nur auf sich selbst achtet.

Was hat sich seit dem letzten Jahr bis zu dem Moment, an dem wir diesen Text zur Hand nehmen, verändert?
Die Überwachung hat zugenommen, die Repression wurde verschärft und die verschlüsselte Kommunikation kriminalisiert, die Flammen des Krieges und Genozids lodern und die Zerstörung der Erde geht weiter. Die Welt sieht mit einer Mischung aus Entsetzen und Gleichgültigkeit zu, wie die Zahl der Todesopfer in Gaza steigt und die Invasion in der Ukraine ihr drittes Jahr erreicht. Etwa 10.000 palästinensische Gefangene werden an Betten gefesselt, gefoltert und zu Tode geprügelt – sie werden unter brutalen Bedingungen in israelischen Gefängnissen gehalten. Im Sudan wurden Zehntausende Menschen getötet und Millionen vertrieben, und gleichzeitig sind sie von einer extremen Hungersnot bedroht, während der Bürgerkrieg mittlerweile seit 16 Monaten andauert. Der eigentlich erfolgreiche militante Widerstand gegen den Militärputsch in Myanmar wird vom Militär in einen Bürgerkrieg umgewandelt. Dieser fordert immer mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung, da die Truppen des Regimes zunehmend auf die Taktik der verbrannten Erde zurückgreifen.

Von uns, die wir unter der Zerbrechlichkeit des neoliberalen „Friedens“ leben, wird erwartet, dass wir politische Positionen einnehmen, die frei von menschlichen Gefühlen oder sinnvollem Handeln sind. Wie kann dieser künstliche Schleier durchbrochen werden, der die „Kriegsgebiete“ als eine weit entfernte Welt erscheinen lässt, wenn die Waffenlieferungen und die Netze der Diaspora eine andere Geschichte erzählen? Wie können wir uns unsere Menschlichkeit und unsere Handlungsfähigkeit zurückerobern, indem wir die Dringlichkeit verstehen und gleichzeitig Raum für Gefühle, Trauer und Handeln schaffen, um Hand in Hand gegen diese Ungeheuerlichkeit zu stehen? Und wie können wir dieses Widerstandsgeflecht aufrechterhalten, das sich den Nachrichtenzyklen und der Politik der Nationalstaaten entzieht, indem wir die Überlebens- und Befreiungskämpfe gegen die fortschreitende Kolonialisierung und den Ressourcenabbau anerkennen, die sich weltweit außerhalb der Nachrichtenscheinwerfer abspielen?

Was ist zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns immer wieder aufs Neue. Empathie und Solidarität sind die stärkste Medizin gegen die aktuellen Realitäten, mit denen wir konfrontiert sind. Empathie und Solidarität sind der Grund, warum wir hier sind – unsere Herzen umarmen diese Worte. Wir haben uns entschlossen, die Last der Trauer zu teilen und Schritte zum Handeln in diesem Gewebe des Widerstands zu unternehmen, das im Laufe der Zeit auf dieser Erde gewoben wurde. Ist es nicht unsere Sehnsucht nach den Kräften der Fürsorge, der Schöpfung und der Zerstörung, die uns um unsere Feuer versammelt? Ist es nicht unser Wunsch, den Schmerz der anderen zu verstehen und zu würdigen und uns von der Unterdrückung zu befreien, wenn wir uns mit unseren Gefährt*innen solidarisch zeigen, die die schwere Last der Unterdrückung tragen?

Es gibt zu viele Gräueltaten, zu viele schöne Wesen, die von dieser Welt genommen wurden, um sie alle zu betrauern. Inmitten des Blutvergießens leben die Seelen derer, die sich gegen diese hegemoniale Ordnung, gegen die mahlenden Mühlen des Genozids und des Kolonialismus wehren. Es gibt diejenigen, die sich während der gesamten Umwälzung dieser Erde dafür entscheiden, die Kräfte, die das freie Leben ausbeuten, nicht zu ignorieren. Viele haben sich dafür entschieden, diesen Kräften mit geballten Fäusten und einem Grinsen auf den Wangen zu begegnen. Ich bin mir sicher, dass auch ihr das tut, vielleicht nicht mit einem Lächeln, aber wir sind wieder hier. Mit Zeit, Kraft und Geduld vertiefen wir unsere Beziehungen, wir stärken und weben neue Netze, wir verändern uns, wachsen und lernen mit den Zyklen der Erde.

Mit Kraft rufen wir zu einer Aktionswoche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen auf. Lasst unsere Worte nicht in unseren Mündern sterben, sondern unsere Ideen und Taten verwirklichen.

Organisiert Solidaritätsveranstaltungen, Filmvorführungen, Transparente, Diskussionsrunden, direkte Aktionen, Radiosendungen, Briefeschreibevents … seid kreativ!

Erinnern wir uns an diejenigen, die gegen diese Ungerechtigkeit gekämpft und mit ihrem Leben bezahlt haben.
Lasst uns unsere Gefährt*innen im Knast nicht vergessen und die Wärme der Solidarität zeigen!

Keine*r ist frei, bis alle frei sind!


Website: solidarity.international

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1. Mai Antifaschismus Antikapitalismus & Globalisierung Antirassismus & Migration AZ bleibt an der Gathe Feminismus & Gender & Queer Freiräume Ökologie Recht auf Stadt Soziale Kämpfe Technologie Termine Weltweit Wuppertal

Heraus zum autonomen 1. Mai!

Die gefährlichen Entwicklungen, die uns zu einer Herrschaft eines neuen Faschismus bringen, liegen deutlich tiefer als nur die Erfolge der AfD. Der sogenannte Rechtsruck durchzieht viele Parteien und gesellschaftliche, sowie auch andere Organisationen. Am Ende ist es die gesellschaftliche Verfasstheit, die auch in Zeiten der Herrschaft der „Bürgerlichen Demokratie“ die Gefahr eines Umkippens in eine noch viel autoritärere Herrschaft (Faschismus) in Krisenzeiten ermöglichen kann. Es geht um Rassismus und die damit verbundene Unterdrückung und Ausbeutung. Es geht um den allgegenwärtigen Angriff auf Arme und Erwerbslose, ohne die kein Kapitalismus denkbar ist. Es geht um patriarchale Herrschaft, die alles, was nicht in die Dominanz von Männern passt, dämonisiert und letztlich vernichten will. Es geht um die laufende Öko-Katastrophe, die das ganze System an seine Grenzen bringt und die bereits jetzt andeutet, welche bestialische Gewalt global ausgelöst werden könnte, wenn die Menschheit es nicht schaffen sollte, einen solidarischen Umgang mit ihr zu finden.

Patriarchat – Sexismus. Revolte!

Wir leben in einem patriarchalen System. Manche sind sich dem stärker bewusst, manche weniger. Aber eines sollte allen klar sein: Wir müssen was dagegen tun! Dieses Jahr wurden bereits 22 (Stand: 10.4.2024) Frauen* aufgrund ihres Geschlechts und mit misogynen Absichten ermordet. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 116 Femizide gemeldet (von der dahinterliegenden Dunkelziffer ganz zu schweigen). Von Seiten des Staates – der doch sonst so eifrig Daten erfasst und Kriminalstatistiken schreibt – gibt es dazu allerdings keine Informationen. Die Initiative „Femizide stoppen“ versucht daher jedes Jahr Femizide in Deutschland zu zählen und so die strukturelle Bedrohung im Patriarchat für Frauen* aufzudecken.
Femizide sind keine Einzelfälle, sie haben System. Sie sind die zugespitzte Form patriarchaler Gewalt. In den öffentlichen Medien und sogar bei der Staatsanwaltschaft wird solch ein Mord oft als „Beziehungstat“ oder „Familiendrama“ abgetan. Femizide werden zudem häufig niedriger verurteilt als vergleichbare Gewalttaten. Dies liegt auch daran, dass den Frauen* seitens der Gerichte in vielen Fällen eine Mitschuld gegeben wird. Wie zum Beispiel bei einem Fall aus Wuppertal aus dem Jahr 2020. Hier wurde der Täter wegen Totschlags, aber eben nicht wegen Mordes verurteilt. Die Beziehung zwischen Opfer und Täter wirkte sich strafmildernd aus. Als Begründung wurden von Gerichten schon die schrecklichsten Argumentationslinien herangezogen: die Frau (sic) hätte wissen müssen, dass ihr Ex-Partner gewalttätig sei und hätte sich halt nicht nochmal mit diesem treffen dürfen, der Täter habe sich durch den Mord selbst dessen beraubt, was er eigentlich haben wolle. Es ist einfach widerlich!

Diese Beispiele veranschaulichen, wie sehr Misogynie in unserem System verankert ist, die Liste ließe sich endlos fortsetzen, denn patriarchale Gewalt trifft FLINTA* jeden Tag! Es fängt bei der Sprache an und zieht sich über jegliche Lebensbereiche. Es ist weitestgehend normalisiert und hingenommen, dass FLINTA* schlechter bezahlt werden. Aber dabei bleibt es nicht. Für FLINTA* ist es keine Besonderheit auf dem Nachhauseweg aus Angst vor Übergriffen oder Überfällen eine*n Freund*in anzurufen oder den eigenen Standort mitzuteilen. Die Angst an großen Macker-Gruppen vorbeizulaufen oder sich beim morgendlichen Anziehen doch nochmal umzuziehen, da man Angst vor sexistischen Sprüchen oder Belästigung hat, ist auch für viele FLINTA* Alltag. Statistisch gesehen findet es einer von drei cis-Männern okay, wenn ihnen gegenüber FLINTA* mal die „Hand ausrutscht“. FLINTA* werden in diesem patriarchalen System zum Sexualobjekt gemacht, dürfen nicht selbst über ihren Körper entscheiden, werden unterdrückt, ausgebeutet, können sich nicht sicher fühlen und bewegen. All dies sichert den Profiteuren des patriarchalen Systems Macht, Geld, körperliche Unversehrtheit, Gesundheit, Freiheit. Es ist eine Frechheit!

Doch wir lassen uns nicht länger von cis-Männern ausbeuten, unterdrücken und benutzen, um ihre fragile Männlichkeit zu stützen. Wir werden nicht höflich darum bitten, dass diese patriarchale Kackscheiße endlich aufhört! Lasst uns gemeinsam das Patriarchat zerschlagen!

Armut – Ausgrenzung – Faschismus. Aufstand!

Armut ist ein gesellschaftliches Phänomen, das oft als individuelles Versagen oder persönliche Schwäche abgetan wird. Doch die Realität ist komplexer und zeigt, dass Armut strukturelle Ursachen hat, die tief in unserem politischen und wirtschaftlichen System verwurzelt sind.

Die Mieten steigen und es werden zunehmend mehr Leute obdachlos. Der Hass auf Arme steigt währenddessen immer weiter. Nicht nur die AfD tritt nach Erwerbslosen und Menschen ohne Obdach, sondern gerade auch die Regierungsparteien und besonders die oppositionelle CDU. Es wird sich an Stereotypen bedient, dass Menschen ihre Armut selbst zu verschulden hätten und dass oft auch kein Interesse bestände, etwas an der eigenen Situation zu ändern. Sozialleistungen werden immer weiter gekürzt und Bürgergeld ist häufig nicht ausreichend und schwer genug genehmigt zu bekommen.
Faschismus und Armut gehen oft Hand in Hand, da autoritäre Regime dazu neigen, soziale Ungleichheit zu verstärken und die Rechte der Schwächsten in der Gesellschaft zu unterdrücken. Nicht zuletzt, um die Löhne der Menschen niedrig zu halten, die gerade Arbeit haben. Wer gegen Faschismus kämpft, darf die in unserer Gesellschaft allgegenwärtige Ungleichheit niemals außer Acht lassen. Unser Antifaschismus ist immer ein sozialer! Wir müssen solidarisch dagegen ankämpfen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen systematisch benachteiligt werden und in prekäre Lebenssituationen gedrängt werden.
Solidarität statt Spaltung, Gerechtigkeit statt Unterdrückung! Für einen anständigen Aufstand!

Klima – Katastrophe. Solidarität ist die Lösung!

Viel können die Faschist*innen von der AfD mit der Leugnung des Klimawandels und den Hass auf alle, die sich dagegen stemmen, mobilisieren! Das hat am Ende den einfachen Grund, dass es eben doch sehr vielen bewusst ist, dass der „Wohlstand“, den es hier für viele Menschen gibt, auf dem Rücken der halben Welt erbeutet wird. Die immer weiter steigenden Treibhaus-Emissionen zeigen zwar auch hierzulande erste Wirkung, die Auswirkungen sind aber in anderen Teilen der Welt bereits sehr viel gravierender. Das wiederum führt dazu, dass mehr und mehr Gegenden der Welt unbewohnbar werden und natürlich zu mehr kriegerischen Konflikten weltweit. Diese Situation der extremen weltweiten Ungleichheit führt letztlich dazu, dass sich viele Menschen auf den Weg in die reichen und perspektivisch besser bewohnbaren Gegenden der Erde machen.
Die Herrschenden reagieren mit der Militarisierung der europäischen Grenzen und der Ausgrenzung derjenigen Menschen, die es dorthin schaffen. Der sogenannte Rechtsruck hängt auch damit zusammen, dass sich allzu viele an die Vorstellung klammern, dass alles so bleiben könnte wie es ist, wenn wir es nur schaffen uns von dem selbstproduzierten Elend auf der Welt abzuschotten. Es gilt alles dafür zu tun die ungebremste Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen zu stören, zu verlangsamen und sie zu stoppen! Aber der viel besprochene Klimawandel ist schon lange nicht mehr zu stoppen. Gegen den Horror des „Weiter-So“, der letztlich sehr gut in einen neuen Faschismus enden kann, gilt es auf vielen Ebenen Solidarität und Widerstand zu organisieren! Lasst uns lebendige Kleingruppen, Viertel, Städte, Dörfer und Wälder des gemeinsamen Kampfes für ein besseres Morgen schaffen! Flucht – Rassismus. Widerstand! Weltweit sind sehr viele Menschen unterwegs. Sie müssen ihre Heimat aus sehr vielen unterschiedlichen Gründen verlassen. In vielen Teilen der Erde ist Krieg. Viele Menschen werden in den Ländern, in denen sie leben diskriminiert und unterdrückt, sei es politisch, religiös oder wegen der Herkunft. Dazu kommt noch das durch die dramatischen Folgen des Klimawandels immer mehr Regionen für menschliches Leben nicht mehr geeignet sind. Das führt natürlich dazu, dass es viele Menschen nach Europa und hier vor allem nach Deutschland schaffen wollen. Das ist ist nur folgerichtig, denn gerade deutsche Konzerne und Politik sorgen für die drastische weltweite Ungleichheit und profitieren von ihr. In Deutschland stoßen Geflüchtete auf eine immer feindseligere Stimmung. Das ist sehr oft billige Stimmungsmache im Sinne einer Sündenbock-Strategie der Herrschenden, die den Frust großer Teile der Bevölkerung, wegen schlechter Arbeitsbedingungen, Niedriglohn und steigender Mieten, in eine für die Herrschenden gefahrlose Richtung lenken soll. Angetrieben von der AfD schwang sich Bundeskanzler Scholz zum „Ober“-Abschieber auf und zwischenzeitlich überboten sich fast alle Parteien in ihren menschenfeindlichen Forderungen. Letztlich wird immer deutlicher, dass der Kapitalismus in seiner aktuellen Form nicht mehr ganz rund läuft und gerade aufgrund der vielfältigen Öko-Katastrophen (Klimawandel, krasses Artensterben, …) an Grenzen stößt. Neben dem verzweifelten Umschwenken auf einen „grünen“ Kapitalismus, der die Umweltzerstörung bestenfalls verlagern wird, soll das aktuelle Gesellschaftsmodell mit aller brutalen Gewalt verteidigt werden, das zeigt sich in der tödlich aufrechterhaltenen Festung Europa (Tausende Tote im Mittelmeer), in der weiteren Brutalisierung des EU-Grenzregimes durch die kürzlich im EU-Parlament verabschiedete GEAS-Reform und durch autoritäre Entwicklungen im Landesinneren. Mit dem neuen europäischen Asylsystem wird es mehr illegale Push-Backs, mehr Gewalt an den Grenzen und mehr Tote geben. Geflüchtete werden abgeschottet von der Außenwelt, in haftähnlichen Elendslagern festgehalten und Asylverfahren verkommen zu fragwürdigen Schnellverfahren, deren einziges Ziel die Abschiebung ist. Ausnahmen gibt es nicht einmal für Familien und Kinder, für schwer traumatisierte Personen oder für Menschen aus Kriegsgebieten. Die neusten Maßnahmen der Erniedrigung, die in Deutschland lebenden Geflüchteten das Leben zur Hölle machen sollen, sind Bezahlkarte und Zwangsarbeit (80 Cent Stundenlohn für Geflüchtete!), die von AfD und Establishment gefeiert werden. Der Erfolg der Faschisten liegt auch darin begründet, dass es Teile der Bevölkerung gibt, die darauf setzen ihren Lebensstandard möglichst lange auf Kosten der Menschen im globalen Süden aufrechthalten zu können. Und genau da treffen sie sich mit der CDU und FDP, aber auch mit Teilen von Grünen und SPD. Dagegen gilt es solidarisch, antifaschistisch und antirassistisch zu agieren!
Open Borders! Solidarität mit der Seenotrettung! Keine Bezahlkarte und Zwangsarbeit!

Solidarität muss sich von unten entfalten
AZ bleibt an der Gathe

Gerade weil der Blick in die Zukunft Angst macht und wir uns oft wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange fühlen, gilt es unermüdlich die Pfade der Hoffnung und Solidarität zu suchen und zu finden. Alte Pfade wieder offen zu legen und neue zu gehen! Es wird immer so sein, dass in vielen Herzen die Hoffnung auf die soziale Revolution schlägt. Soziale Revolution nennen wir sie, sie hat aber tausend andere Namen in tausenden anderen Sprachen! Das ist der Grund, dass wir niemals müde werden für unser Autonomes Zentrum an der Gathe zu kämpfen. Emanzipatorische Kämpfe für Gleichheit und Freiheit brauchen diese Orte, wie die Luft zu atmen. Auch wenn unser Zentrum weit davon entfernt ist ein befreiter Raum zu sein, ist es doch ein manifeste Ort des Widerspruchs und des Widerstandes gegen die untragbaren Zustände in dieser Gesellschaft. Eben weil aus dem Autonomen Zentrum beständig Widerspruch gegen Rassismus und soziale Angriffe kommt, wundert es nicht, dass die reaktionäre DITIB das AZ von der Gathe verdrängen will. Es ist auch klar, dass die Stadt Wuppertal, die zwar nichts gegen Armut an sich hat, wohl aber gegen Armut, die innenstadtnah sichtbar ist, Erdoğans Schergen von der DITIB gerne bei ihrem finsteren Vorhaben unterstützt. Auch wenn wir es gefühlte 1000-mal schon gesagt haben: Die DITIB untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet und diese untersteht am Ende direkt dem türkischen Präsidenten Erdoğan. Und dieser Erdoğan ist ein autokratischer Herrscher, der die türkische Opposition unterdrückt, der die kurdische Bevölkerung unterdrückt, der Krieg führt gegen kurdische Autonomiegebiete in Syrien und im Irak. Dieser Erdoğan trifft sich mit Hardcore Antisemiten von der Hamas und hetzt selbst antisemitisch zum Krieg in Israel/Palästina. Diese Politik vertritt auch die DITIB und ja auch die DITIB in Wuppertal. Es ist peinlich, dass die Stadt Wuppertal und SPD, CDU, GRÜNE und FDP immer noch versuchen dieses Projekt mit Dingen wie Liberalität, Vielfalt und Weltoffenheit in Verbindung zu bringen.
Fakt ist, die DITIB ist Teil des internationalen Rechtsrucks. Was nicht nur die bei den Funktionären der DITIB immer noch übliche Leugnung des Genozids an den Armenier*innen beweist.
Wir werden die Gathe nicht den Erdoğan Fans überlassen! Gathe für alle! AZ bleibt an der Gathe!


Autonomer 1. Mai 2024 in Wuppertal im Überblick:

Um 10 Uhr Anschluss an die DGB Demo “Alle zusammen gegen den Faschismus”

Um 14 Uhr Autonomes Straßen Fest auf dem Schusterplatz

Um 15.30 Uhr Start des Großen Autonomen Fahhradrennen am Otto-Böhne-Platz (eins der seltenen seiner Art, natürlich gibt es was zu gewinnen)

Um 19 Uhr am AZ und Kneipe

Und Dazwischen und drumrum:

Ob mit Fahrrad, Rollstuhl, Skatebaord oder zu Fuß, dieses Jahr wird es natürlich Spaß und Spannung rund um den Ölberg, Cronenberg und Wichlinghausen geben 😉

Kommt Alle! Bereitet euch vor!

Mit viel Freude für einen kämpferischen autonomen 1. Mai!
Bis auf weiteres, die Soziale Revolution immer im Herzen!

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1. Mai Antifaschismus Antirassismus & Migration AZ bleibt an der Gathe Feminismus & Gender & Queer Ökologie Soziale Kämpfe Termine Weltweit Wuppertal

Heraus zum autonomen 1.Mai 2024!

Nicht erst seit gestern rollen diverse Katastrophen, Krisen und Angriffe auf uns alle zu. Der Klimawandel ist nun auch hier endgültig angekommen und keine verlogene Verheißung vom grünen Kapitalismus wird das ändern. Die Faschisten von der AfD haben es vielleicht bald in die erste Regierung geschafft und wollen das sowieso laufende Programm des sozialen Angriffes und der rassistischen Hetze und Deportation noch um ein Vielfaches verschärfen.

Gehen euch auch die viel zu hohen Preise auf die Nerven? Habt ihr auch die Schnauze voll, dass euer Chef immer mehr verdient und ihr euch immer weniger leisten könnt? Ihr habt keinen Bock mehr auf die rassistische und sexistische Kackscheiße eures Nachbarn? Und wollt den Dreck erst recht nicht in der Regierung?

Wir haben keine Lust uns von der großen Scheiße klein kriegen zu lassen. Und wir haben keinen Bock uns von einem mit Nazis durchseuchten Polizeiapparat das Demonstrieren versauen zu lassen!

Lasst uns gemeinsam kämpfen! Gegen Staat, Chefs und den Rechtsruck! Gegen die Zerstörung des Lebendigen und Gemeinsamen sind wir auf der Suche nach dem guten Leben für alle!

Um 10 Uhr Anschluss an die DGB Demo “Alle zusammen gegen den Faschismus”

Um 14 Uhr Autonomes Straßen Fest auf dem Schusterplatz

Um 15.30 Uhr Start des Großen Autonomen Fahhradrennen am Otto-Böhne-Platz (eins der seltenen seiner Art, natürlich gibt es was zu gewinnen)

Um 19 Uhr am AZ und Kneipe

Und Dazwischen und drumrum:

Ob mit Fahrrad, Rollstuhl, Skatebaord oder zu Fuß, dieses Jahr wird es natürlich Spaß und Spannung rund um den Ölberg, Cronenberg und Wichlinghausen geben 😉

Kommt Alle!

Bereitet euch vor!

Mit viel Freude für einen kämpferischen autonomen 1. Mai!

Bis auf weiteres, die Soziale Revolution immer im Herzen,

eure Autonomen