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Heraus zum 40. autonomen 1. Mai in Wuppertal!

09:30 DGB-Demo am Hbf
13:00 autonomes Radrennen – Mirker Bahnhof
15:00 Straßenfest auf dem Schusterplatz

Der 1. Mai ist mehr als nur ein Feiertag, er ist ein Tag des Widerstands. Seit 40 Jahren gehen wir zusammen in Wuppertal autonom und revolutionär auf die Straße. Gegen ein System, das Profite über Menschen stellt. Am 1. Mai geht es uns um Solidarität in kollektiven Kämpfen und um Widerständigkeit gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem und seine Repräsentant*innen.
Während Konzerne Rekordgewinne einfahren und die Reichen immer reicher werden, bestimmt Leistungsdruck und Unsicherheit das Leben der meisten Menschen. Rechte Akteur*innen verschieben und bestimmen immer weiter den Diskurs, während linker Widerstand immer krasser kriminalisiert wird.

Durch den ständig angebrachten Paragraphen 129 des Strafgesetzbuches werden Antifaschist*innen systematisch verfolgt, observiert, eingesperrt oder sogar ins autoritär regierte Ungarn ausgeliefert. Unsere Häuser und Wohnungen werden durchsucht und uns nahestehende Personen werden unter Druck gesetzt und ebenfalls mit staatlicher Repression überzogen. Dieser Paragraph und das damit einhergehende Narrativ der „kriminellen Vereinigung“ gibt den Behörden weitreichende Befugnisse. Zu Verurteilungen kommt es aber kaum. Der Paragraph 129 ist ein Instrument staatlicher Willkür und der Vorwurf der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ kann am Ende uns alle treffen. Alle, die sich dem aufziehenden Faschismus entgegenstellen.

Doch auch an anderen Stellen nehmen staatliche Eingriffe durch Überwachung und Repression weiter zu. Zum Beispiel durch Palantir, ein Tech-Konzern, der Unterdrückung, Krieg und Überwachung immer effizienter macht und der eng mit westlichen Geheimdiensten und Militärs zusammenarbeitet. Seit 2017 arbeiten auch schon einzelne Landespolizeien mit der Palantir-Software und seit 2020 auch NRW. Das ist so gefährlich, weil dabei riesige Datensammlungen mit Überwachung und KI-gestützter Auswertung miteinander verknüpft werden. Und genau das macht staatliche Repression gegen Migrant*innen, politische Bewegungen und soziale Kämpfe noch einfacher.

Nachdem Innenminister Dobrindt angekündigt hat „Linksextremisten“ und Klimaaktivist*innen verstärkt überwachen zu wollen, ließ er schließlich Ende 2025 zwei Gesetzesentwürfe verabschieden, die es dem BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), dem BKA und der Bundespolizei erlauben mithilfe einer biometrischen Gesichtserkennungssoftware riesige Datenmengen an Fotos im Internet ohne Anlass zu durchsuchen und in Datenbanken mit Gesichtern abzulegen. Das alles wird mal wieder durch den Vorwand der „inneren Sicherheit“ begründet. Durch solche Technologien entstehen immer intransparentere staatliche Überwachungsstrukturen und Befugnisse.

Lasst uns zusammen kämpfen gegen den Ausbau dieses autoritären Sicherheitsstaats.

Der 1. Mai ist aufgrund seiner Historie ein Anlass unsere Wut auf die Straße zu tragen und ein bedeutendes und wiederkehrendes Ereignis autonomer Militanz. Bereits seit 40 Jahren kämpfen wir als Autonome auch in Wuppertal an diesem Tag für Selbstverwaltung, Widerspenstigkeit und Solidarität! Angesichts des Flächenbrandes aus autoritärer Formierung auf der ganzen Welt, Rassismus, Hetze und Sanktionen gegen Armutsbetroffene, soziale Kälte, Militarismus, der Angriff auf Rojava und viele andere Themen zeigen, ist es umso wichtiger, dass wir weiterhin auf die Straße gehen!

Für ein selbstbestimmtes Leben ohne Zwang zur Lohnarbeit.
Für kollektiven Zusammenhalt gegen Rassismus, Kapitalismus, Patriarchat und die Cops.
Für Freiräume, die nicht verwertet werden können.
Für ein AZ, das an der Gathe bleibt.

Auf die Brände überall reagieren wir mit kollaborativen Widerstand, organisieren uns, bleiben trotzig und unbeugsam. Unsere Zukunft lassen wir uns nicht durch einen immer autoritärer agierenden Staat nicht nehmen.

Antifaschismus verteidigen!
Free all Antifas! FREE MAJA!


Veranstaltungen vor den Autonomen 1.Mai 2026

22.4.2026 – 20 Uhr – AZ Wuppertal
Vortrag
Kritik an KI

29.4.2026 – 20 Uhr – AZ Wuppertal
Diskussionsveranstaltung
Soziale Kämpfe in der aufkommenden Faschisierung

Der 1.Mai steht von Anfang an für den offensiven Kampf der unterdrückten Klassen gegen sozialen Angriffe. Um so interessanter ist es, dass in Zeiten, in denen es von Angriffen auf migrantisierte Menschen, Erwerbslose und Arbeiter*innen nur so wimmelt, wir als radikale Bewegung kaum etwas dazu sagen können. Vielleicht können wir das mit der Veranstaltung gemeinsam ein bisschen ändern.

Der Input wird der Frage nachgehen, wie die weitgehend unbeantworteten sozialen Angriffe den rechten, autoritären Kräften weiter Aufschwung geben. Durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die dadurch erneut hervorgerufenen Energiekrise wird sich die wirtschaftliche Lage weltweit zum Teil dramatisch zuspitzen, aber es wird auch lokale Auswirkung geben.

Es ist in der jetzigen Situation zu befürchten, dass die Rechten von dieser Situation sehr profitieren. Sowohl in der Regierung, mit dem leichten Durchsetzten von autoritären, unsozialen Maßnahmen (CDU/CSU zum Teil auch SPD), als auch in der (noch) Opposition, ist es sehr leicht für die AfD, eine sich andeutende Wirtschaftskrise und die damit einhergehende soziale Krise mit Rassismus aufzuladen und weiter zu wachsen.

Die hauptsächliche Frage, die wir nach einen Input gemeinsam diskutieren wollen ist: Wie kommen wir als undogmatische Zusammenhänge, vielleicht noch in die Startlöcher um bei den kommenden Veränderungen ordentlich mit zu mischen? Das wäre allein aus antifaschistischer Sicht schlicht notwendig! Hinzu kommt, dass wir unsere sehr reichhaltigen spezifischen Erfahrungen und Fähigkeiten, sowohl theoretisch-inhaltlicher als auch sehr variantenreicher praktischer Natur, den anstehenden Kämpfen nicht vorenthalten sollten.

https://autonomer1mai.noblogs.org

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Antikapitalismus & Globalisierung Antirassismus & Migration Feminismus & Gender & Queer Termine Weltweit Wuppertal

Heraus zum feministischen Kampftag 2026!

Die Welt brennt.
Wir ersticken an Nachrichten aus Katastrophen, wir erleben auf der ganzen Welt, wie uns die Selbstbestimmung über unsere Körper, unser Begehren und unser Zusammenleben abgesprochen wird. Wir sehen fast täglich Bilder davon, wie Staaten mit extremer Gewalt darauf reagieren, wenn Menschen sich selbst bestimmen wollen. Wir verfolgen mit Sorge, wie auch hierzulande der Staat den Abbau von Sozialleistungen im Eiltempo vorantreibt und die Lebensbedingungen für die Mehrheit von uns verschlechtert. Dies befördert das Erstarken der extremen Rechten und verstärkt die Existenzängste um ein Vielfaches. Während über die Hälfte der Bevölkerung immer weniger zum Leben hat, häufen die Überreichen ein Vermögen an und wie der alte Adel haben sie nicht nur Geld, sondern auch Macht: Sie prägen politische Entscheidungen, indem Gelder in Milliardenhöhe in Lobbyarbeit fließen, welche die Interessen der Reichen und Mächtigen schützt. Wir erleben mehr Kapitalismus – also mehr für die Besitzenden und noch weniger für diejenigen, die ohnehin kaum etwas haben. Aber wir kämpfen weiter für unser Recht auf Streik und Arbeitskämpfe, für faire Bezahlung und eine Wirtschaft, die sich nicht nur an den Bedürfnissen der Reichen orientiert. Für eine gute Gesundheitsversorgung für alle, ohne Profite, Zwei-Klassen-System und für das Recht, krank sein zu dürfen! Wir kämpfen für das Recht auf finanzielle Absicherung, auch ohne Lohnarbeit und für die Abschaffung vom Asylbewerberleistungsgesetzes. Für gesicherte Pflege und soziale Berufe, die nicht nach Profit und Effizienzlogik funktionieren!
Wir kämpfen für die Care Revolution!

Wer vertritt unsere Interessen – Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!

Die Bundesregierung beendet den Aktionsplan für Vielfalt und lässt Queers im Stich, aber hat Milliarden für Militarisierung. Während es für Frauen*häuser keine Gelder gibt, macht Elon Musk mit DeepFakes von sexualisierter Gewalt Milliarden. Die Profite der Reichen und Herrschenden werden vor allem über die Ausbeutung von FLINTA* erzielt, die in unserer Klassengesellschaft im besonderen Maße unterbezahlte und unbezahlte Care-Arbeit übernehmen und in schlecht bezahlten Jobs mit geringer Arbeitsplatzsicherheit und schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.
Erst ihre Ausbeutung ermöglicht das Aufrechterhalten hierarchisch organisierter Klassen und die Macht der Reichen. Wir erleben mehrfache Ausbeutung durch Lohnarbeit, Patriarchat und rassistische Strukturen. Geld ist da – bloß nicht für uns. Ob durch gerechte Steuern, durch Selbstbestimmung der Arbeiter*innen statt Macht der Aktionär*innen oder Enteignung: Umverteilung jetzt! Durch Klassenkampf und Streiks! Patriarchale Befreiungskämpfe müssen dabei im Zentrum des Klassenkampfes stehen, denn wenn FLINTA* nicht mehr tragen, trägt das System nicht.

Gemeinsam kämpfen, Solidarität im Hier und Jetzt!

Wir weigern uns, uns an Ausbeutung und Gewalt durch Polizei, Staat und Patriarchat zu gewöhnen. Wir wollen Veränderungen, jetzt, nicht irgendwann. Wir fassen Mut das Bestehende zu hinterfragen und der Vereinzelung und dem Frust eine Perspektive entgegenzusetzen. Für eine gute und lebenswerte Zukunft für Alle! Wir schaffen uns die Räume, die wir brauchen: Für queere Chöre und Sportgruppen für alle Körper, für Organisation gegen die rassistischen Bezahlkarten, Planung für Demos, Workshops und Skill Shares, …
Diese Räume gestalten wir selbst, gleichberechtigt und ohne Konsumzwang. Sie sind unsere Safer Spaces, in denen wir uns von täglichen Beleidigungen, abwertenden Sprüchen, Übergriffen und Gewalt erholen können und füreinander da sind. Durch gemeinsame Behördengänge oder Teilen von Eigentum wie Kleidung und Essen sind wir auch im Alltag füreinander da.

Unser Ziel ist die Beseitigung aller bestehenden Herrschaftsverhältnisse und die Befreiung aller Menschen unabhängig von Gender, Klasse, Race und Körper!

Wir kämpfen für eine Gesellschaft fernab von Unterdrückung und Ausbeutung und lassen uns, die wir alle von Lohnarbeit und Klassen-Politik der Kapitalist*innen abhängig und benachteiligt sind, nicht spalten! Patriarchale Strukturen verschwinden nicht, wenn wir marginalisierte Gruppen bekämpfen. Sie verschwinden, wenn wir Machtstrukturen bekämpfen.
Auf die Hetze der Herrschenden antworten wir mit Wut und Solidarität, die über nationale Grenzen hinausgeht!

Wir bilden Banden und treten nach oben! Don‘t give up – get organized!

Samstag 07.03. – 18:00 Uhr – Laurentiusplatz
Nachttanz-Demo zum Feministischen Kampftag 2026! Burn the rich before they burn everything!
Wir wollen uns frei, wir wollen uns lebend!

→ @buendnis_8.maerz_wuppertal

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(Anti-)Repression Anti-Knast Antifaschismus Termine Wuppertal

Happy Birthday Nele – Kundgebung am 3.3. – JVA Ronsdorf

Kundgebung vor der JVA in Ronsdorf, am 03.03.2026 um 18 Uhr

Kommt am 03.03. mit uns zum Jugendknast in Wuppertal-Ronsdorf. Nele hat Geburtstag und wir möchten solidarische Geburtstagsgrüße über die Knastmauern schicken.

Solidarität mit allen inhaftierten Antifas!

Im Januar 2026 ist der sogenannte “Budapest-Komplex” Prozess in Düsseldorf gegen 6 Antifaschist*innen, darunter Nele, gestartet. Das Konstrukt der Anklage dient der Einschüchterung antifaschistischen Engagements. Neben den Faschist*innen selbst ist es die neoliberale Wirtschaft und Politik der Überreichen, die dem Faschismus den Weg bereitet und Antifaschismus kriminalisiert. Doch wir lassen uns nicht spalten und stehen an der Seite der Angeklagten!

Gemeinsame Anreise:
Um 17 Uhr am Bussteig 4, Busbahnhof am Wuppertaler Hbf
17:16 Uhr Bus 620 (-> Wuppertal Ronsdorf Bf.) bis zur Haltestelle ‚Parkstraße‘ . Dort in den Bus 640 (-> Wuppertal Echoer Str. ) bis zur Haltestelle ‚Wuppertal Ronsdorfer Anlagen‘! Von dort ca. 15 Minuten zu Fuß

Kommt alle zahlreich zum Knast!
Solidarität mit allen inhaftierten Antifas im Budapest Verfahren!

Free Nele!
Free Paula!
Free all Antifas!

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Wuppertal

Bündnis „Gathe für alle!“: Kein städtisch finanzierter Workshop in der Graue Wölfe-Moschee in Wuppertal!

Schluss mit der städtisch finanzierten „akzeptierenden Jugendarbeit“ bei den Erdogan-hörigen Moscheevereinen ATIB, DITIB und „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V.“ (IGMG)!

Graue Wölfe-Vereine verbieten!

Offener Brief an die demokratischen Kräfte im Wuppertaler Stadtrat.

Tischvorlage für die Ratssitzung am 26.1.2026

Während wir diese Presseerklärung schreiben, kämpfen einmal mehr die kurdischen Kämpfer*innen in Rojava um ihr Überleben. Die kurdischen Milizen, die zusammen mit der US Air Force die Mörder des Islamischen Staates vertreiben konnten, werden in diesen Stunden erneut existenziell von den islamistischen Banden der HTS-Übergangsregierung mit Unterstützung des Erdogan-Regimes angegriffen. Hunderte von gefangenen IS-Kämpfern wurden freigelassen. Die Stadt Kobane ist von allen Seitenumstellt, es drohen Massaker an der kurdischen Zivilbevölkerung. Was die Flucht von hochmotivierten IS-Gefangenen auch für uns in Deutschland bedeutet, brauchen wir nach den islamistisch motivierten Anschlägen in Solingen und in anderen Städten nicht ausführen.
Davon vollkommen unbeeindruckt geht die städtische Alimentierung von islamistischen Strukturen, deren Spitzenfunktionäre der Muslimbruderschaft nahestehen und die Hamas-Mörder regelmäßig verteidigen, ungestört weiter!

Ein weiterer Höhepunkt dieser Unterstützung ist das neuste Projekt des „Kommunalen Integrationszentrums Wuppertal.“ Sie veranstalten eine „Qualifizierungsreihe für junge Ehrenamtliche“, deren Workshops auch in den Räumlichkeiten von DITIB Elberfeld, der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e. V.“ (IGMG) und bei ATIB stattfinden (Siehe Sharepic)

Am 25.1.2026 finanzierte die Stadt bei der DITIB Elberfeld den Workshop „Digital unterwegs – Ehrenamt 2.0“. Bei der IGMG in der Wülfratherstr. 14 b geht es am 29.3.2026 um „Öffentlichkeitsarbeit“. Am 18.4.2026 soll in der ATIB-Moschee in der Wichlinghauserstr. 51 der Workshop „Meinen Verein leiten – Aber wie?“ stattfinden.

Dass die Wuppertaler DITIB- und IGMG-Moscheen von der hiesigen Lokalpolitik unterstützt werden, ist leider keine Neuigkeit. Die Kritikpunkte an DITIB und IGMG sind schon gefühlt tausendmal vorgebracht worden ohne jegliche Reaktion. Sogar die skandalträchtige spezielle Graue-Wölfe-Jugendarbeit des DITIB Imams hatte keine echten politischen Konsequenzen.

https://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/ditik-az-kritik-an-wolfsgruss-bei-kindern-in-wuppertal_aid-121279451
https://az-wuppertal.de/2024/12/12/buendnis-gathe-fuer-alle-der-ditib-imam-mit-den-wolfsgruessen-und-den-graue-woelfe-kontakten-ist-weg/
https://ajcgermany.org/system/files/document/AJC-Berlin_DITIB-Broschuere_1.pdf

Aber es schon erstaunlich, dass die Jugendlichen der Erdogan-hörigen Moscheevereine in Pressearbeit und Vereinsrecht jetzt extra mit öffentlichen Geldern geschult werden sollen! Die in diesen Moscheevereinen nachgewiesene Verbreitung von Feindbildern gegen Minoritäten und andere Religionsgemeinschaften, wie beispielsweise gegenüber Jüdinnen*Juden, Armenier*innen, Kurd*innen, Alevit*innen, Ezid*innen, Aramäer*innen u. v. M werden hingegen nicht angegangen.

Besonders dreist und gefährlich ist aber, dass die Graue Wölfe nahe ATIB-Moschee in der Wichlinghauser Straße gefördert wird!

Zur Erinnerung:„Diese Gruppen verübten in den 1960er, 1970er, 1980er und 1990er Jahren in der Türkei zahlreiche, teils paramilitärische Mordanschläge gegen Sozialistinnen und Sozialisten, Gewerkschafter, Studentenanführer, fortschrittliche Lehrkräfte und Wissenschaftler, Journalisten oder kurdische Politikerinnen und Politiker.“

https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/260333/graue-woelfe-eine-der-groessten-rechtsextremen-organisationen-in-deutschland

Es waren die Grauen Wölfe, die 1978 beim Pogrom in Maras eine Woche lang in Hamas-Manier Kurd*innen und Alevit*innen abgeschlachtet haben.Weitere Massaker wie in Çorum, Sivas, Gazi, und Ümraniye folgten. Es war ein junger MHP-Anhänger, der 2007 den armenischen Journalisten Hrant Dink auf offener Straße erschoss. Der Täter rief beim Weglaufen: „Ich habe den Ungläubigen erschossen.“Und wir haben auch nicht das Attentat auf Papst Johannes Paul II vergessen. Der Graue Wolf Mehmet Ali Ağca hatte am 13. Mai 1981 in Rom versucht den Papst zu erschießen.

und hier nochmal für Lokalpolitiker*innen zum Nachlesen:
ATIB wird vom Verfassungsschutz der rechtsextrem- nationalistischen Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe) zugerechnet. (https://www.im.nrw/system/files/media/document/file/vsb2023_ulkucucu.pdf)

Aus dem Verfassungsschutzbericht NRW von 2023: „Der Dachverband ATIB hat sich im Jahr 1987 von der ADÜTDF abgespalten, allerdings hat auch dieser sich niemals von der Ülkücü-Ideologie distanziert. Die ATIB orientiert sich dabei an der Türkisch-Islamischen Synthese und ist bemüht, den Bezug zum türkischen Rechtsextremismus – insbesondere in densozialen Medien – nicht offen darzulegen. In der Öffentlichkeit inszeniert sie sich vorwiegend mit integrativen, religiösen und bildungszentrierten Inhalten, um in der Außenwirkung den Eindruck einer professionellen und legalistischen Organisation zu erwecken. Durch die Nähe zu deutschen und türkischen Verbänden und Einrichtungen strebt sie gesellschaftliche Akzeptanz an, um so Einfluss auf den politischen Diskurs ausüben zu können. So ist die ATIB Gründungsmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD) und zudem mit einem Mitglied im Vorstand der ZMD vertreten. Engagement in politischen Gremien und kommunalen Verbänden steht ebenfalls auf der Agenda, um so einen Zugang zu politischen Parteien zu erlangen.“
Vielleicht genügen der Wuppertaler Lokalpolitik diese Hinweise, dass man Graue Wölfe nahe Vereine weder politisch noch finanziell unterstützen sollte.

Kleiner Tip noch für verhinderte OB-Kandidaten: Man muss bei der ATIB auch nicht Wahlkampf machen…

Wir freuen uns jetzt auf eine große Anfrage der demokratischen Kräfte bei der nächsten Stadtratssitzung.

Und wir hoffen, dass die demokratischen Kräfte wenigstens den Workshop „Meinen Verein leiten – Aber wie?“, der am 18.4.2026 in der ATIB-Moschee stattfinden soll, noch verhindern können.

Gegen Islamisten und Faschisten!
Rojava verteidigen!

Bündnis „Gathe für alle!“ (26.1.2026)

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Antirassismus & Migration Wuppertal

Offener Brief: „Migrantische Leben zählen!“ Solidarität mit den Opfern der Brandstiftungen in Solingen und Wuppertal!

Wir sind erstaunt, dass der kritischen Öffentlichkeit die „Selbstkritik“ von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft im Fall der Brandstiftung Normannenstraße ausreicht.

Der WDR hat in zwei Formaten ausführlich berichtet:

„Die Wuppertaler Polizei räumt im WDR-Gespräch jetzt auch Fehler in einem weiteren Fall von Brandstiftung ein, bei dem ebenfalls Vieles für Daniel S. als Täter spricht.
Anfang 2022 brennt es in einem Wuppertaler Mehrfamilienhaus, in dem die Lebensgefährtin von Daniel S. zuvor gewohnt hatte. Opfer gibt es nicht.
Die Feuerwehr stuft die Brandursache als technischen Defekt ein. Im laufenden Prozess kommt ein Brandgutachter aber zum klaren Ergebnis: Es war Brandstiftung. […] Guido Liedke, Leiter der Wuppertaler Kriminalpolizei, sagte dem WDR dazu: „Die polizeilichen Ermittlungen entsprachen nicht dem polizeilichen Standard.“ Man habe sich auf die Aussage der Feuerwehr verlassen, den Brandort nicht aufgesucht und auch keinen Sachverständigen zugezogen. „Das war aus heutiger Sicht nicht optimal.“
(Quelle. Ermittlungspannen bei Brandanschlag: Strafverfolger nehmen
Stellung
Stand: 17.09.2025, 06:00 Uhr
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/ermittlungspannen-solinger-brandanschlag-100.html)


WDR-Fernsehbericht vom 17.9.2025:  

„Opferanwältin Seda Başay-Yıldız behauptet sogar, hätte die Polizei hier schon gut ermittelt, könnte die in Solingen ums Leben gekommene Familie vielleicht noch leben. Der Staatsanwalt [Heribert Kaune-Gebhardt] widerspricht: Zum damaligen Zeitpunkt wusste man eben noch nicht, dass er sich als Brandstifter betätigt, auf Grund seiner inneren Motivationslagen eben auf Grund von Drucksituationen zu Brandstiftungen zu tendieren. Er war damals völlig unbekannt zum damaligen Zeitpunkt.“
(Quelle WDR exklusiv: Ermittler:innen äußern sich zu Fehlern beim
Prozess um den Solinger Brandanschlag |
https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-bergisches-land/wdr-lokalzeit-bergisches-land-oder-17-09-2025
)


Dass die Wuppertaler Polizei nicht „mit herausragendem kriminalistischen Geschick“ (so seinerzeit der Polizeiprädident Röhrl auf der Pressekonferenz am 10.4.2025)  gearbeitet hat, weiß heute jedes Kind.
Aber das polizeiliche Eingeständnis, dass die Ermittlungen zur Normannenstraße „aus heutiger Sicht nicht optimal“ waren und sonst die Verantwortung auf die Feuerwehr schieben, reicht uns nicht aus.

Wir erwarten von einer demokratischen Polizei mehr. Migrantische Leben müssen genauso zählen, wie alle anderen. Wir fordern Konsequenzen, nicht nur personelle, sondern vor allem bei den Abläufen der Ermittlungen.  

Wie kann es sein, dass Feuerwehr und Polizei in Wuppertal und Solingen, nach den fürchterlichen Erfahrungen mit dem Solinger Brandanschlag im Jahre 1993, nach den zahllosen rassistischen Mordattacken, vom NSU bis zu Hanau, bei Brandstiftungen in migrantisch geprägten Vierteln, in Häusern, die z.T. von Migrant*innen bewohnt werden, nicht genau hinschauen.

Der oberste Grundsatz müsste eigentlich sein: Wenn es in einem Haus brennt, dass in einem migrantisch geprägten Viertel liegt und auch von einzelnen Migrant*innen bewohnt wird, muss polizeiliche Arbeit umfassend sein. Automatisch müssten alle Ermittlungsakten und Anzeigen mit Bezug auf das Haus und seine Hausbewohner*innen abgecheckt werden. Und wenn nichts vorliegt, mussen halt alle Nachbarn und Hausbewohner*innen befragt werden.  

Wir erneuern hier den Vorwurf, dass die Polizei bei der Aufklärung der Brandstiftung in der Normannenstraße nicht sachgerecht gearbeitet hat.
Und wir sagen noch mal klar, der fürchterliche Brandanschlag in der Grünewalder Straße in Solingen mit den 4 Toten, hätte verhindert werden können, wenn die Polizei ihre Arbeit gemacht hätte. Auch wenn Staatssanwalt Heribert Kaune-Gebhardt offensichtlich anderer Meinung ist.

Wenn die Presseberichte stimmen, gab es vor der Brandstiftung in der Normannenstraße Vorfälle mit dem späteren Brandstifter Daniel S., die mit großer Wahrscheinlichlichkeit polizeibekannt und damit aktenkundig waren:

Prozessbericht von Adalet Solingen über den 11. Juni 2025
(https://adaletsolingen.org/2025/06/11/11-juni-2025-sitzung-16/)

„Über die Polizeiakten zum Täter Daniel S. konnte die Nebenklagevertreterin Seda Başay-Yıldız herausfinden, dass sich Daniel S. und sein Nachbar gegenseitig angezeigt hatten. […]
Der Nachbar schildert, dass die gesamte Nachbarschaft Konflikte mit dem Täter Daniel S. gehabt habe, da in der Wohnung oft gefeiert und laut Techno gehört wurde, wobei auch häufig klirrende Flaschen zu hören gewesen seien. Daher sei von verschiedenen Nachbar:innen regelmäßig die Polizei gerufen worden – auch von ihm selbst. Auf vorherige Bitten, die Musik leiser zu machen, habe Daniel S. sehr aggressiv reagiert, sodass ein Gespräch nicht möglich war. Der Nachbar berichtet weiterhin, dass Daniel S. es wohl besonders auf ihn abgesehen habe. So habe er eines Morgens Geräusche hinter der Wohnungstür gehört. Als er diese öffnete, stand Daniel S. mit einem Handy bzw. Tablet direkt vor der Tür. Als der Nachbar Daniel S. darauf ansprach, was dieser vor seiner Tür wolle, habe Daniel S. ihn prompt mit Pfefferspray attackiert, woraufhin der Nachbar ihn angezeigt hatte. Darüber hinaus sei Daniel S. auch in anderen Fällen aggressiv gewesen: er habe etwa den Nachbarn im Treppenhaus gestoßen oder bei einem gleichzeitigen Betreten des Hauses die Eingangstür von innen abgeschlossen, damit der Nachbar diese erneut aufschließen muss.“

Wir gehen davon, bzw. wir hoffen, dass die der Polizei angezeigten Auseinandersetzungen mit Daniel S. und seiner Freundin, die vor der Brandstiftung stattfanden, auch aktenkundig bei Polizei und Staatsanwaltschaft waren und auch in den entsprechenden Datenbanksystemen abrufbar waren.

Das ist aber bis heute nicht aufgeklärt.

Wir, und hoffentlich auch der Polizeibeirat in Wuppertal, die demokratischen Parteien im Stadtrat und im NRW-Landtag, die demokratischen Abgeordneten und die kritische Öffentlichkeit wollen daher wissen, was direkt nach der Brandstiftung in der Normannenstraße in den Polizeiakten über die „Vorfälle“ mit Daniel S. nachzulesen war.
Und welche Beamte die Verantwortung tragen, diese Informationen nicht abzurufen.  
 
Und noch wichtiger: Es müsste selbstverständlich sein, und das wiederholen wir in aller Deutlichkeit: bei solchen Brandstiftungen mit migrantischen Opfern müssen in Zukunft automatisch die Datenbanken der Polizei nach möglichen Vorfällen ausgewertet werden. Das sind wir den betroffenen Menschen in Solingen und Wuppertal schuldig.

Für Kancho, Katya, Galia und Emily.

Ermordet bei einem rassistischen Brandanschlag am 25. März 2024 in Solingen.

Für die Bewohner*innen der Normannenstraße 32, deren Haus am 5. Januar 2022 angezündet wurde, die aber zum Glück von der Feuerwehr gerettet werden konnten!



Kein Platz für Nazis Wuppertal, 23. September 2025


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AZ bleibt an der Gathe Termine Wuppertal

PM: AZ bleibt an der Gathe! Aktionstage vom 5. bis 7. September

Vom 5. bis 7. September alle nach Wuppertal!

Kommt zu den Aktionstagen! Alle zusammen gegen Faschismus und Islamismus!

AZ bleibt an der Gathe!

Seit über 50 Jahren wird in Wuppertal leidenschaftlich für selbstverwaltete Zentren gestritten. Seit über 10 Jahren wird die Existenz des Autonomen Zentrums an der Gathe bedroht. Bedroht, sowohl durch die im Stadtrat versammelte Provinz-Politik, als auch durch die Diktator Erdogan-Fans des islamistisch orientierten Moscheeverbandes DITIB, dem deutschen Ableger der türkischen Religionsbehörde. Zusammen träumen sie davon, mit der Errichtung eines „islamischen Zentrums“ und der Zerstörung des AZ den Stadtteil aufzuwerten, also schicker und teurer zu machen. Nun wird klar, dass sie nach der Kommunalwahl endgültig ernst machen wollen.

In Zeiten wo die Faschist:innen in Parlamenten und auf der Straße erstarken und auch die Parteien der „demokratischen Mitte“, mit immer mehr Elan, Stimmung gegen Migrant*innen und Erwerbslose machen – ist es unerlässlich, dass antifaschistisch orientierte Räume wie das AZ, weiterhin bestehen. Deshalb setzen wir vom 5. bis 7. September, eine Woche vor der Kommunalwahl ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Autonomen Zentrums an der Gathe.

Wir werden von Freitag bis Sonntag mit Konzerten, Aktionen, Veranstaltungen und Demonstrationen über 50 Jahre Kampf für autonome Zentren feiern und zusammen eine klare Warnung an die Stadt schicken!


Das AZ ist niemals Vergangenheit, sondern immer Gegenwart und Zukunft.

Gegen Faschismus und Islamismus!
Gegen den sozialen Angriff! Für das gute Leben für alle!
Kein Tag ohne! Autonomes Zentrum verteidigen!

Vom 5. bis 7. September alle nach Wuppertal!

Aktualisiertes Programm:

Freitag, 5. September: Auftakt – Kampf und Tanz

18 Uhr: Eröffnung des Aktionswochenendes

Platzkonzert auf dem Laurentiusplatz:

Lillith (Sing-Songwriting – Wuppertal)

Das Sohn (Proto-Post-Punk – Wuppertal)

Frontex (Punk – Limburg)

ActionPower (HC-Punk – Koblenz)

22 Uhr: „Kampf-Tanz“ Demo zum AZ

Samstag, 6. September: Großer Aktionstag „Autonomie, Chaos und Anarchie“

10 Uhr: Gemeinsames Frühstück vor den City-Arkaden + Aktionsplenum

ab 11 Uhr: Große Wuppertal-Rallye

11 Uhr Festakt im Rittersaal von Schloß Burg

14 Uhr: Start des autonomen Radrennens am Strand vom Islandufer und der Tunnelwanderung „Freiheit für den Mirker Bach“

15 Uhr SPD-Fest auf dem Otto Böhne Platz – Freiheit für Ekrem İmamoğlu und die anderen politischen Gefangenen in der Türkei!

ab 17 Uhr: Info-Point im Neptun-Brunnen auf dem Neumarkt 

ca. 17:30 Uhr Jan van Aken auf dem Straßenfest der Linken auf dem Platz der Republik

ab 20 Uhr: AZ-Soliparty im LOCH

Sonntag, 7. September: Das Viertel gehört allen!

Das AZ lädt alle herzlich ins Autonome Zentrum ein. Es gibt lecker Essen, Trinken und Überraschungen.

ab 10 Uhr: Gemeinsames Frühstück

ab 11 Uhr: Straßenfest vor dem AZ + Konzert mit Pisstole

ab 11:00 Uhr Renaturierung der Gathe und des Mirker Bachs, geführte Tunnelwanderung und Entpflasterungsaktionen, Critical Mass Edition Gathe, Installation von Gedenkzeichen und vieles mehr     

ab 12 Uhr Bustransfer nach Schloß Burg

(alles wie immer ohne Gewähr)

Schloß Burg – wir kommen! Freiheit für das Bergische Land!

In letzter Minute erreicht uns noch die Ankündigung unserer bergischen Genoss*innen, sie wollen aus Solidarität mit dem AZ Samstag im Morgengrauen die frisch sanierte Location Schloss Burg besetzen und zu einem tempörären AZ ausrufen! Das soll zeitlich vor der offiziellen Einweihung und vor dem Festakt für geladene Gäste, der ab 10 Uhr stattfindet, passieren.

Das werden wir gerne mit einer kleinen Wuppertaler Delegation unterstützen. Wir bringen in Erinnerung an die aufständischen bergischen Bauern, die nicht nur gegen die verhassten Grafen von Berg, sondern auch schon im großen Bauernkrieg an der Seite von Jos Fritz und Thomas Münzer kämpften, ein paar historische Banner und vor allem unsere Spitzenkandidat*in Paula Runkel mit, die diesmal in einer Ritterrüstung auftreten wird.

Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Festakt mit der herrschenden Klasse der Bergischen Lande. Wir hatten uns im Vorfeld schon entsprechende Eintrittskarten für den Festakt gesichert. Eine Besetzung ist natürlich cooler.

Soweit in aller Kürze. Das genaue Programm zur Renaturierung des Mirker Bachs am Samstag und Sonntag werden wir morgen veröffentlichen. Wer mitmachen will, sollte am Samstag und Sonntag Anglerhosen, Taschenlampen und (kleine) Kanus mitbringen.

Bleibt auf dem Laufenden und achtet auf Ankündigungen:

www.instagram.com/az_wuppertal_

az-wuppertal.de

Alle zusammen fürs Autonome Zentrum!

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Antifaschismus AZ bleibt an der Gathe Weltweit

Bündnis „Gathe für alle!“: Wie weiter mit dem umstrittenen DITIB-Moschee-Neubau an der Gathe?

Das Bündnis „Gathe für alle“ möchte vor der richtungsweisenden
Kommunalwahl am 14. September 2025 zur öffentlichen Debatte für den 3.September 2025 19:00 Uhr in die Alte Feuerwache in betroffenen Stadtteil einladen!

Wir sind sehr erfreut, dass wir für unsere, nunmehr dritte
Stadtteilveranstaltung, mit Murat Kayman und Erol Ünal, zwei
hochkarätige Referenten und gleichzeitige Insider der DITIB und der MHP-Moscheevereine für die Diskussion gewinnen konnten. Gerade nach dem sog. Graue Wölfe-Gruß-Skandal in der DITIB-Moschee gilt es noch einiges aufzuarbeiten.

Wie wir schon geahnt haben, sind der DITIB-Vorstand und die lokalen Befürworter*innen der DITIB-Moschee aus CDU, SPD und Grünen nicht bereit, vor der Kommunalwahl an einem öffentlichen Dialog teilzunehmen. (Die netten Lokalpolitiker*innen unter ihnen haben natürlich nur ein Zeitproblem.)

Die Argumente der Erdogans-Fans kann man sich übrigens noch im Rats-TV vom 06.03.23 ab ca. 02:15:00 anschauen.
https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/verwaltung/politik/ratstv.php)

Noch ein Wort zum sog. Dialogbeirat unter der Leitung von Herrn Köster und den örtlichen DITIB-Unterstützer*innen

Wir finden es nicht zielführend, dass dieses Gremium, dass eigenlich den öffentlichen Dialog im Stadtteil auch mit den DITIB-Moschee-Gegner*innen organisieren soll, vor der Kommunalwahl garnichts mehr diskutieren will. Das ist deswegen besonders merkwürdig, weil Wahlen bekanntlich in einem repräsentativen System eine gewisse Relevanz haben sollten.


Anders formuliert, wer den Bau einer DITIB-Moschee unterstützt, sollte vor Kommunalwahlen schon ein paar (öffentliche) Argumente für seinen politischen Kurs parat haben. Und man könnte als Lokalpolitiker*innen auch erkennen, dass sich nach dem islamistischem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 sich einiges geändert hat und sich daher auch manche Ratsbeschlüsse verändern könnten.


Und es reicht eben nicht nicht aus, dass die ahnungslose CDU in ihrem Kommunalwahlprogramm lapidar formuliert, „sie unterstütze den Moscheebau nur weiterhin, „wenn Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde ausbleibt““ (Quelle WZ vom 30.6.2025)

Wer die organisierte Verbindung der lokalen DITIB-Gemeinde mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet und dem Erdogans Regime nicht erfassen will oder kann, sollte sich vielleicht nicht um ein öffentliches Amt in einer Großstadt bewerben.

Und leider ist es ja so, dass uns die Argumente nicht ausgehen.
Ganz aktuell greift Diayanet (wieder einmal) Frauenrechte an, in einer Freitagspredigt wurden die Frauen in der Türkei aufgefordert, sich zu verhüllen, was sofort Frauenproteste auslöste.

Und vor drei Tagen aktualisiert Ali Erbas, der Chef der DITIB-Moscheen auch in Deutschland, seine unverbrüchliche Freundschaft mit den islamistischen Mördern der Hamas: Zusammen mit Ali Qaradaghi, dem Chef der in Katar ansässigen Internationalen Union muslimischer Gelehrter (IUMS), rief er im Anschluss an die sogenannte Gaza-Konferenz in Istanbul die Gläubigen dazu auf, „die Ummah (islamische Gemeinschaft) für alle Formen des Dschihad auf dem Wege Allahs zir bekräftigen mit Nachdruck, dass das palästinensische Volk alle legitimen Widerstandsformen gegen die zionistische Besatzung hat,
einschließlich des bewaffneten Widerstands.“
(nach Eren Güvercin. Quelle: https://www.yenisafak.com/gundem/istanbulda-tarihi-bulusma-islam-alimleri-ayasofyadan-dunyaya-sesleniyor-4743888)

Eindeutiger geht es eigentlich nicht. Aber wer AKP-, MHP- und Anhänger der Muslimbruderschaften in den eigenen Parteien duldet, wie wir schon verschiedentlich nachgewiesen haben, ist vielleicht schon abgestumpft.
(https://az-wuppertal.de/…/buendnis-gathe-fuer-alle-der…/)

Aber wir geben die Hoffnung auf Erkenntnis nicht auf und laden
insbesondere die Menschen aus den benachbarten Stadtteilen zur
Veranstaltung ein!

Bündnis „Gathe für alle!“

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Kein Tag ohne Autonomes Zentrum – AZ bleibt an der Gathe – Aufruf vom Bündnis 8. März

Kommt vom 5.-7. September nach Wuppertal! Autonomes Zentrum verteidigen!

Das erste Septemberwochenende möchten wir vom Bündnis 8. März gerne dem solidarischen Kampf um den Erhalt des Autonomen Zentrums an der Gathe widmen. Die Bedrohung des AZs durch die DITIB und die Stadt Wuppertal bedeutet einen Angriff auf uns alle! 

Die DITIB steht mit ihrer Nähe zu Erdogan für eine zutiefst queerfeindliche und anti-feministische Politik. Der Wuppertaler Stadtrat unter Federführung von SPD, Grünen und CDU zeigen in dieser Auseinandersetzung deutlich auf wessen Seite sie stehen. 

Wir erleben jeden Tag eine Welt, die von männlicher Macht bestimmt ist. Wir werden jeden Tag bewertet, belächelt, beleidigt, bedroht und belästigt. Wir werden nicht gesehen, nicht gewollt, nicht ernst genommen, nicht respektiert. Jeden Tag müssen wir uns entscheiden: zu widersprechen, zu kämpfen oder manchmal einfach nur zu schweigen – weil uns die Kraft fehlt, weil es die Situation nicht zulässt oder weil wir Angst vor den Reaktionen haben müssen. Unser alltäglicher Kampf ist keine Option, sondern eine unfreiwillige Notwendigkeit. Für diesen notwendigen Kampf brauchen wir Orte wie das Autonome Zentrum an der Gathe. 

Das Leben in einer von Männlichkeit dominierten Gesellschaft bedeutet, alltäglicher Gewalt, Diskriminierung, Angst und Ungleichheit ausgesetzt zu sein. Menschen, die nicht den gesellschaftlich festgelegten männlichen Normen entsprechen, erfahren gezielte Einschränkungen und Unterdrückung. Unsere Lebensrealitäten werden grundsätzlich systematisch benachteiligt. Diese alltäglichen Formen von Unterdrückung und Gewalt sind keine Einzelfälle oder Schicksale und schon gar nicht das Werk „eines einzelnen bösen Mannes“. Diese Gewalt ist tief in der Gesellschaft verankert und hat System. Dieses System heißt Patriarchat: ein System, welches männliche Machtverhältnisse und Normen sogar beabsichtigt und schützt, indem Männlichkeit weiter als Ideal gilt, Weiblichkeit abgewertet und weiteren Geschlechtsidentitäten die Existenz abgesprochen wird. In dieser Ordnung erscheinen die Entwertung und Ausgrenzung anderer Lebensrealitäten als „normal“, als „naturgegeben“. Ausgrenzungen werden so weiter verfestigt und das Machtverhältnis Patriarchat scheint dadurch unhinterfragbar.

Dieses System der Unterdrückung und Ausgrenzung wird von der DITIB unter Federführung von Erdogan und der türkischen Religionsbehörde Diyanet gestützt und ausgebaut. Wir weigern uns daher die von der DITIB forcierte und dem Wuppertaler Stadtrat beschlossene Entscheidung gegen das AZ zu akzeptieren. Es geht hier um eine Entscheidung die Auswirkungen auf das gesamte politische Klima in Wuppertal hat. Wir lassen uns unsere selbstverwalteten und selbstorganisierten Räume nicht nehmen. Das Autonome Zentrum an der Gathe bietet uns allen die Möglichkeiten der Zuflucht, Gemeinsamkeit und Veränderung. 

Durch Solidarität, Selbstorganisierung und Bündnisse schaffen wir in Zeiten vielfacher Krisen Handlungsoptionen und Schutzräume. Wir sind alle verantwortlich, diese selbstorganisierten Strukturen zu erhalten und weiter aufzubauen! Solidarität kann der Vereinzelung etwas entgegensetzen. Diese Chance gilt es zu nutzen!

Für uns vom Bündnis 8.März ist das AZ an der Gathe im alltäglichen Kampf gegen patriarchale Unterdrückung ein unverzichtbarer Ort des Widerstands. Viele von uns haben sich dort kennen gelernt oder haben im AZ-Umfeld ihre ersten politischen Schritte getan. Die Demonstrationen und Veranstaltungen des Bündnis 8. März wurden aus dem AZ stets solidarisch begleitet und unterstützt. Wir alle brauchen das Autonome Zentrum an der Gathe weiterhin als einen Ort der Vernetzung, der politischen Agitation, des Widerstands gegen den Rechtsruck, gegen die herrschenden Verhältnisse, gegen das Patriarchat!

Kein Tag ohne Autonomes Zentrum – AZ bleibt an der Gathe

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„Gathe für alle“: Einladung zur Stadtteil-Versammlung am 3.9.

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Kein Tag ohne Autonomes Zentrum! Vom 5. bis 7. September alle nach Wuppertal! AZ Gathe bleibt!

Das AZ Gathe ist bedroht! In der letzten Zeit kam vermehrt die Frage auf, wie es ums AZ Wuppertal steht. Wir wollen darauf jetzt mit einer herzlichen Einladung zu den Aktionstagen nach Wuppertal antworten:

Seit über 50 Jahren kämpfen wir in Wuppertal für selbstverwaltete Zentren, seit 25 Jahren ist das Autonome Zentrum an der Gathe. Dort ist es seit über 10 Jahren in seiner Existenz bedroht – sowohl durch den Stadtrat, als auch durch den Erdogan-Moscheeverband DITIB, welcher auf dem Gelände des AZ ein „Islamisches Zentrum“ errichten möchte. Dafür soll das AZ abgerissen werden, um den Stadtteil „aufzuwerten“.  Nun wird klar, dass es nach der NRW Kommunalwahl am 14.9.2025 endgültig ernst wird und die Stadt und Politik den Bebauungsplan und damit einhergehend den Verkauf des AZ Geländes weiter ungehindert vorantreiben will. Es geht in diesem Herbst also um die Existenz des AZ’s. Es gibt keinen Ersatz für das Autonome Zentrum an der Gathe! Die DITIB-Fans, die Parteien SPD/CDU und Grüne wollen das für sie heikle Thema aus dem Wahlkampf heraushalten, deshalb werden wir es mit voller Wucht einbringen.

Die DITIB plant u.a. auf dem Standort des Autonomen Zentrums ein sogenanntes „Islamisches Zentrum“. Es wäre sogar machbar, die Planungen der DITIB umzusetzen, ohne das AZ zu vertreiben, doch das ist vom DITIB-Vorstand politisch nicht gewollt! Denn bei der DITIB handelt es sich nicht um irgendeine mehr oder weniger freundliche Religionsgemeinschaft, sondern um den deutschen Ableger der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Diese untersteht direkt dem türkischen Präsidenten Erdoğan und ist sein verlängerter Arm in Deutschland, um unliebsame Teile der kurdisch / türkischen Community in Deutschland zu bespitzeln und zu bedrohen. Erdoğan selbst unterdrückt die Opposition und Minderheiten in der Türkei und entwickelt sich vom Autokraten zum Diktator. Von führenden Diyanet-Vertretern kommen immer wieder frauen-, queerfeindliche und islamistische Aussagen, von denen sich noch nie, auch nicht in Wuppertal Elberfeld, ein Vertreter der DITIB distanziert hat. Ganz im Gegenteil, so hat die Elberfelder DITIB keinerlei Distanz zu den Grauen Wölfen und anderen türkischen Nationalist:innen.

Die Stadt Wuppertal hingegen wünscht sich um jeden Preis eine Aufwertung der von Armut geprägten Gathe und will deshalb das im städtischen Besitz befindliche AZ Gelände an die DITIB abgeben.

Gerade in den Zeiten, in denen Faschist:innen im Parlament und auf der Straße immer mehr Raum einnehmen, Nazis wieder Häuser anzünden und vermehrt linke/autonome Projekte von Neonazis angegriffen werden, ist die Existenz selbstverwalteter und unkommerzieller Orte überlebenswichtig, nicht nur für unsere Szene sondern für die gesamte Gesellschaft als Orte des Widerstands gegen Faschismus und Autoritarismus. Im AZ gibt es neben Konzerten, Kunst und Kultur auch Sport, Proberäume, Vorträge, Skillsharing und Workshops. Diese Stadt braucht das Autonome Zentrum als Ort des radikalen Widerspruchs zu den menschenunwürdigen Verhältnissen. Dieser Widerspruch drückt sich unter anderem in vielfältiger Subkultur und in offensiver politischer Praxis auf der Straße aus!

Wir werden von 5. bis 7. September sehr deutlich machen, dass das AZ sich nicht einfach überplanen lässt!

Deshalb laden wir euch alle ein, zu den „Tagen des Kampfes und der rauschenden Feste“ nach Wuppertal zu kommen und das AZ an der Gathe mit uns zu verteidigen! Von Freitag bis Sonntag werden an diesem Wochenende Aktionen, Veranstaltungen, Konzerte und Demonstrationen stattfinden, um eine klare Warnung an die Stadt zu schicken und zu zeigen, was passiert, wenn sie das AZ abreißen. Je mehr Beteiligung, desto besser – auch bei den Vorbereitungen und dezentral!

Vom 5. bis 7. September alle nach Wuppertal!

Vorläufiges Programm:

Freitag, 5. September: Auftakt – Kampf und Tanz
18 Uhr: Eröffnung des Aktionswochenendes
Konzert auf dem Laurentiusplatz:
Das Sohn (Proto-Post-Punk – Wuppertal)
Frontex (Punk – Limburg)
Lillith (Sing-Songwriting – Wuppertal)
ActionPower (HC-Punk – Koblenz)
22 Uhr: „Kampf-Tanz“ Demo zum AZ

Samstag, 6. September: Großer Aktionstag „Autonomie, Chaos und Anarchie“
10 Uhr: Gemeinsames Frühstück vor den City-Arkaden + Aktionsplenum
ab 11 Uhr: Große Wuppertal-Rallye
14 Uhr: Start des autonomen Radrennens am Strand vom Islandufer und der Tunnelwanderung „Freiheit für den Mirker Bach“
ab 17 Uhr: Info-Point im Neptunbrunnen
ab 20 Uhr: AZ-Soliparty im LOCH

Sonntag, 7. September: Das Viertel gehört allen!
Das AZ lädt alle herzlich ins Autonome Zentrum ein. Es gibt lecker Essen, Trinken und Überraschungen.
ab 10 Uhr: Gemeinsames Frühstück
ab 11 Uhr: Straßenfest vor dem AZ + Konzert mit Pisstole

Alle zusammen fürs Autonome Zentrum!

Für Vorbereitungs-Veranstaltungen in euren Städten stehen wir gerne zur Verfügung, meldet euch! (info@az-wuppertal.de)
Falls ihr Schlafplätze benötigt, meldet euch gerne im Vorfeld! (schlafplatzboerse-wtal@systemli.org)