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Heraus zum feministischen Kampftag 2026!

Die Welt brennt.
Wir ersticken an Nachrichten aus Katastrophen, wir erleben auf der ganzen Welt, wie uns die Selbstbestimmung über unsere Körper, unser Begehren und unser Zusammenleben abgesprochen wird. Wir sehen fast täglich Bilder davon, wie Staaten mit extremer Gewalt darauf reagieren, wenn Menschen sich selbst bestimmen wollen. Wir verfolgen mit Sorge, wie auch hierzulande der Staat den Abbau von Sozialleistungen im Eiltempo vorantreibt und die Lebensbedingungen für die Mehrheit von uns verschlechtert. Dies befördert das Erstarken der extremen Rechten und verstärkt die Existenzängste um ein Vielfaches. Während über die Hälfte der Bevölkerung immer weniger zum Leben hat, häufen die Überreichen ein Vermögen an und wie der alte Adel haben sie nicht nur Geld, sondern auch Macht: Sie prägen politische Entscheidungen, indem Gelder in Milliardenhöhe in Lobbyarbeit fließen, welche die Interessen der Reichen und Mächtigen schützt. Wir erleben mehr Kapitalismus – also mehr für die Besitzenden und noch weniger für diejenigen, die ohnehin kaum etwas haben. Aber wir kämpfen weiter für unser Recht auf Streik und Arbeitskämpfe, für faire Bezahlung und eine Wirtschaft, die sich nicht nur an den Bedürfnissen der Reichen orientiert. Für eine gute Gesundheitsversorgung für alle, ohne Profite, Zwei-Klassen-System und für das Recht, krank sein zu dürfen! Wir kämpfen für das Recht auf finanzielle Absicherung, auch ohne Lohnarbeit und für die Abschaffung vom Asylbewerberleistungsgesetzes. Für gesicherte Pflege und soziale Berufe, die nicht nach Profit und Effizienzlogik funktionieren!
Wir kämpfen für die Care Revolution!

Wer vertritt unsere Interessen – Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!

Die Bundesregierung beendet den Aktionsplan für Vielfalt und lässt Queers im Stich, aber hat Milliarden für Militarisierung. Während es für Frauen*häuser keine Gelder gibt, macht Elon Musk mit DeepFakes von sexualisierter Gewalt Milliarden. Die Profite der Reichen und Herrschenden werden vor allem über die Ausbeutung von FLINTA* erzielt, die in unserer Klassengesellschaft im besonderen Maße unterbezahlte und unbezahlte Care-Arbeit übernehmen und in schlecht bezahlten Jobs mit geringer Arbeitsplatzsicherheit und schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen.
Erst ihre Ausbeutung ermöglicht das Aufrechterhalten hierarchisch organisierter Klassen und die Macht der Reichen. Wir erleben mehrfache Ausbeutung durch Lohnarbeit, Patriarchat und rassistische Strukturen. Geld ist da – bloß nicht für uns. Ob durch gerechte Steuern, durch Selbstbestimmung der Arbeiter*innen statt Macht der Aktionär*innen oder Enteignung: Umverteilung jetzt! Durch Klassenkampf und Streiks! Patriarchale Befreiungskämpfe müssen dabei im Zentrum des Klassenkampfes stehen, denn wenn FLINTA* nicht mehr tragen, trägt das System nicht.

Gemeinsam kämpfen, Solidarität im Hier und Jetzt!

Wir weigern uns, uns an Ausbeutung und Gewalt durch Polizei, Staat und Patriarchat zu gewöhnen. Wir wollen Veränderungen, jetzt, nicht irgendwann. Wir fassen Mut das Bestehende zu hinterfragen und der Vereinzelung und dem Frust eine Perspektive entgegenzusetzen. Für eine gute und lebenswerte Zukunft für Alle! Wir schaffen uns die Räume, die wir brauchen: Für queere Chöre und Sportgruppen für alle Körper, für Organisation gegen die rassistischen Bezahlkarten, Planung für Demos, Workshops und Skill Shares, …
Diese Räume gestalten wir selbst, gleichberechtigt und ohne Konsumzwang. Sie sind unsere Safer Spaces, in denen wir uns von täglichen Beleidigungen, abwertenden Sprüchen, Übergriffen und Gewalt erholen können und füreinander da sind. Durch gemeinsame Behördengänge oder Teilen von Eigentum wie Kleidung und Essen sind wir auch im Alltag füreinander da.

Unser Ziel ist die Beseitigung aller bestehenden Herrschaftsverhältnisse und die Befreiung aller Menschen unabhängig von Gender, Klasse, Race und Körper!

Wir kämpfen für eine Gesellschaft fernab von Unterdrückung und Ausbeutung und lassen uns, die wir alle von Lohnarbeit und Klassen-Politik der Kapitalist*innen abhängig und benachteiligt sind, nicht spalten! Patriarchale Strukturen verschwinden nicht, wenn wir marginalisierte Gruppen bekämpfen. Sie verschwinden, wenn wir Machtstrukturen bekämpfen.
Auf die Hetze der Herrschenden antworten wir mit Wut und Solidarität, die über nationale Grenzen hinausgeht!

Wir bilden Banden und treten nach oben! Don‘t give up – get organized!

Samstag 07.03. – 18:00 Uhr – Laurentiusplatz
Nachttanz-Demo zum Feministischen Kampftag 2026! Burn the rich before they burn everything!
Wir wollen uns frei, wir wollen uns lebend!

→ @buendnis_8.maerz_wuppertal